Oberkulm will Oberkulm bleiben

Die Fusion von Oberkulm und Unterkulm zur Gemeinde Kulm war im Vorfeld umstritten gewesen. Gestern entschieden beide Gemeindeversammlungen über einen Fusionsvertrag. Doch nach dem deutlichen Nein aus Oberkulm ist die Fusion vom Tisch. Trotz dem klaren Ja aus Unterkulm.

Seit zwei Jahren wurde die Fusion geprüft und vorbereitet, der Kanton Aargau sicherte als Mitgift 11 Millionen Franken zu. Nun ist die Fusion zwischen den beiden Wynentaler Gemeinden mit je etwa 2500 Einwohnern gescheitert.

Eine Männerhand formt «Daumen runter». Der Mann trägt einen blauen Anzug und eine rote Kravatte.

Bildlegende: Unterkulm gab «Daumen hoch», doch aus Oberkulm kam beim Entscheid zum Fusionsvertrag ein klares «Daumen runter». Colourbox

Die Gemeindeversammlung von Unterkulm sagte am Freitag zwar deutlich ja, zum Fusionsvertrag, wollte im Frühjahr an der Urne über die Fusion abstimmen. Doch die Oberkulmer stellten sich quer. Bereits im Vorfeld war Kritik laut geworden. An der Gemeindeversammlung war der Entscheid dann mit 345 zu 150 Stimmen derart deutlich, dass ein Referendum ausgeschlossen ist. Das Quorum von 331 wurde deutlich übertroffen. Die Fusions-Gemeinde Kulm ist damit vom Tisch.

Ursprünglich war eine Fusion von drei Gemeinen geplant. Teufenthal wollte jedoch nicht mitmachen.