Oberrohrdorf: Volksabstimmung zur dritten Turnhalle

Das Turnhallen-Projekt wird in Oberrohrdorf wieder zu reden geben und das Dorf weiter spalten. Das Referendums-Komitee hofft, dass das Stimmvolk den Entscheid der Gemeindeversammlung von Anfang Dezember kippt und die 6,5 Millionen Franken für den Bau bewilligt.

Visualisierung Turnhalle Oberrohrdorf

Bildlegende: So soll die neue Turnhalle in Oberrohrdorf aussehen. Der Gemeindeversammlung war sie zu teuer. zvg

Das «Komitee für es läbigs Dorf» habe am Montag bei Ablauf der Referendumsfrist 363 gültige Unterschriften abgegeben. Das sagt der Gemeindeschreiber auf Anfrage des Regionaljournals von Radio SRF.

Damit ist das Referendum zustandegekommen, denn nötig wären nur 280 Unterschriften gewesen. Die Volksabstimmung findet am 8. März statt zusammen mit den nationalen und kantonalen Urnengängen.

Nun flammt eine Diskussion wieder auf, die das Dorf im Vorfeld der Gemeindeversammlung vom Dezember stark beschäftigt hatte. Es geht um eine dritte Turnhalle. Diese kostet 6.5 Millionen Franken.

Viel zu viel, fand das «Komitee für gesunde Finanzen». Es bekämpfte die Vorlage – erfolgreich. Denn an der Gemeindeversammlung lehnten 315 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den Baukredit von 6,55 Millionen Franken ab, 270 votierten dafür.

Die Gemeindeversammlung fürchtete sich vor den Kosten: Für die Finanzierung müsste Oberrohrdorf die Steuern erhöhen, und zwar massiv: Geplant ist eine Steuerfusserhöhung von 83 auf 93 Prozentpunkte. Das war der Mehrheit der Gemeindeversammlung zu viel. Wie es die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sehen, entscheidet sich nun am 8. März.