Oftringen will Steuerfuss von 111 Prozent auf 116 Prozent anheben

Die Gemeinde hat in den kommenden Jahren Investitionen von rund 44 Millionen Franken geplant. Zudem sind die Oftringer Finanzen angespannt, weil der Kanton die Gemeindebeiträge an die Spitalfinanzierung aufgehoben hat und Beiträge an die Lehrerlöhne entfallen.

Das Gemeindehaus von Oftringen.

Bildlegende: Im Gemeindehaus von Oftringen wurde das knappe Budget 2014 ausgearbeitet. zvg

Eigentlich weist die Gemeinde Oftringen in ihrem Budget 2014 einen Überschuss von 813'000 Franken aus. Aufgrund des neuen Rechnungsmodels HRM2, muss man jedoch auch die Abschreibungen zur Finanzierung der Investitionen als Überschuss budgetieren. In den kommenden zwei Jahren hat die Gemeinde allein in den Schulen Investitionen von 30 Millionen Franken. Hinzu kommen 30 Millionen Franken Schulden.

Die Steuererhöhung von 111 auf 116 Prozent ist aus Sicht von Gemeinderat Heinrich Schöni unumgänglich. «Unsere Verwaltung ist im Vergleich zu anderen Verwaltungen schon sehr sparsam», erklärt Schöni. «Wir müssen die Steuern erhöhen, weil wir unsere Investitionen irgendwie finanzieren müssen - ansonsten kommen wir nicht mehr an Fremdkapital», sagt Schöni gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF weiter.

Die finanzielle Situation der Gemeinde konnte immerhin durch einen Sonderbeitrag des Kantons gemildert werden. Da Oftringen eine unterdurchschnittliche Steuerkraft hat, erhielt es einen Sonderbeitrag aus dem Finanzausgleichsfonds von rund 1,7 Millionen Franken.