OL-Läufer Matthias Kyburz war für einmal Organisator

An der OL-Schweizer Meisterschaft in Möhlin wechselte Matthias Kyburz die Seite. Er und sein Bruder Andreas halfen ihrem Stammverein OLK Fricktal bei der Organisation des Grossanlasses.

Am Sonntag fanden in Möhlin die Schweizer Meisterschaften im Orientierungslauf über die Mitteldistanz statt.

Über 1800 Teilnehmende starteten in den verschiedenen Kategorien. Bei den Herren gewann Daniel Hubmann vor seinem jüngeren Bruder Martin Hubmann. Bei den Frauen setzte sich Rahel Friederich vor Simone Niggli-Luder durch.

Für einmal nicht selber Läufer, sondern Organisator, war der Weltmeister Matthias Kyburz. Dies, weil der Wettkampf in seinem Heimwald zwischen Möhlin und Wallbach stattgefunden hat und von seinem Stammverein OLK Fricktal durchgeführt wurde.

41 Strecken mit rund 140 Posten

«Es war schon speziell im Ziel zu stehen und zu sehen, wie die Kollegen und Konkurrenten ins Ziel rennen», sagt Matthias Kyburz. Aber schon seit zwei Jahren stand fest, dass er bei der Organisation mithelfen würde.

Matthias Kyburz.

Bildlegende: Matthias Kyburz gehörte für einmal nicht zu den Läufern, sondern zu den Organisatoren. Keystone

Zusammen mit seinem Bruder konzipierte er 41 Strecken für die verschiedenen Kategorien und setzte rund 140 Posten. Im März verbrachten die beiden deshalb viele Stunden im Wald. Schon als Kinder rannten die beiden immer durch den Wald und kennen das Gebiet deshalb in- und auswendig. «Ein Start wäre deshalb nicht fair gewesen», meint Matthias Kyburz. Seine neue Aufgabe machte ihm viel Spass: «Ich bin OL-verrückt und tüftle gerne an den Bahnen herum.»

Schon bald gehen die beiden Brüder Kyburz aber wieder selber an den Start. In zwei Wochen startet der OL-Weltcup in Polen und Mitte Mai finden die Europameisterschaften in Tschechien statt.