Olten hat viele alte Häuser, Möhlin vor allem neue

Während Möhlin in den letzten Jahren stark gewachsen ist, hat die Bevölkerung in Olten unterdurchschnittlich zugenommen. Dies hat Auswirkungen auf den Wohnungsbestand, zeigt jetzt die neuste Statistik des Städteverbandes: in Olten stehen sehr viele alte Häuser, in Möhlin viele neue.

Möhlin von oben

Bildlegende: Möhlin aus der Vogelperspektive. Wikimedia Commons/Dimelina

In der Schweiz gibt es 160 Städte und städtische Gemeinden. Es sind Gemeinden mit mehr als 10‘000 Einwohnern. Diese wachsen zum Teil rasant, wie das statistische Jahrbuch des Schweizerischen Städteverbandes zeigt.

Das Bevölkerungswachstum hat unter anderem Auswirkungen auf den Gebäudebestand. Dieser ist in Möhlin so jung, wie sonst fast nirgends in der Schweiz. Nur in Bassersdorf und Bulle stehen noch mehr neue Häuser als in Möhlin, wo fast 21 Prozent aller Wohngebäude aus der Bauperiode 2001-2011 stammen.

Möhlin ist kein Dorf mehr

Villa von aussen

Bildlegende: Aussenansicht einer Villa in Moehlin. Keystone

Viele neue Häuser gibt es in Möhlin, weil die Bevölkerung zwischen 2001 und 2011 überdurchschnittlich stark gewachsen ist. Während im Schweizer Durchschnitt die Bevölkerung um 9.6 Prozent gewachsen ist, hat Möhlin in dieser Zeit knapp 22 Prozent neue Einwohner erhalten. Die Aargauer Gemeinde hat dadurch aber auch ihren ländlichen Charakter verloren.

Ganz anders präsentiert sich die Situation in der historisch gewachsenen Stadt Olten. Sie gehört zu den Schweizer Spitzenreitern, wenn es um alte Gebäude geht. Fast 62 Prozent der Wohngebäude in Olten wurden vor 1946 gebaut. Nur in Basel und Rorschach sind es noch mehr.

Olten will sich erneuern

Olten an der Aare

Bildlegende: Olten hat viel ältere Bausubstanz zeigen aktuelle Zahlen. Hier eine Aufnahme der Altstadt an der Aare. Wikimedia Commons/Paebi

Die Erklärung: Olten ist in den letzten Jahren unterdurchschnittlich gewachsen und hat deshalb nur wenige neue Häuser erhalten. Die Bevölkerung hat lediglich um knapp 4 Prozent zugenommen.

Eva Gerber, Leiterin der Stadtentwicklung in Olten, überrascht die Statistik zum alten Wohnungsbestand nicht. Sie betont, dass sich Olten diesbezüglich bald erneuern soll. Sie verweist auf die neue Wohnpolitik, welche der Stadtrat nächstens präsentieren wird, und auf Areale wie Bornfeld, Kleinholz oder Olten Südwest, auf denen neuer Wohnraum entsteht oder entstehen soll.