Augentage Olten Olten ist das Augenzentrum der Schweiz

Am 17. und 18. März finden in Olten die zweiten Augentage statt. Gross und klein sowie Fachleute können sich zum Thema Augen informieren, an Ständen, bei Vorträgen, an geführten Rundgängen in der Stadt. Dass die Augentage hier stattfinden ist kein Zufall. Olten gilt als Augenzentrum der Schweiz.

Olten und die Augen:

  • Olten ist der Sitz von drei grösseren Augenkliniken: Pallas, Heuberger und Amedico Augenzentrum Olten.
  • Hier ist das einzige Institut für Optometrie in der Schweiz (Fachhochschule Nordwestschweiz).
  • Hier ist der Sitz des Schweizer Optikerverbandes.
  • Stiftung Keradonum ist hier zu Hause (spezialisiert auf Hornhautspenden)
  • Viele Brillengeschäfte, oft Familienunternehmen, darunter Trotter, Isler, Bartlomé oder Reize wurden in Olten gegründet.
  • Seit 23 Jahren wird auf Initiative von Fachleuten der Pallas-Klinik im Januar die Ophthalmologische Tagung in Olten ausgetragen (im Hotel Arte).
  • Bekannte Fotografen stammen aus Olten (z.B. Marco Grob, heute Fotograf in New York)

Die Augentage Olten finden zum zweiten Mal statt. Die Erstaustragung war ein Erfolg, sagen die Organisatoren, deshalb folgt nun die Zweitauflage. Extra zum Start der Augentage ist ein Buch zum Thema Olten und das Auge entstanden, es heisst «Olten: Das Auge im Fokus» (Knapp Verlag) und zeigt, wie fest Olten und das Know-How samt Forschung rund um das Auge zusammen gehören.

Einziges Institut für Optometrie in der Schweiz

Das Institut für Optometrie der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW ist das einzige Institut der Hochschule für Technik, das sich nicht am Hauptsitz Brugg befindet. Hier werden Optometristen (Bachelor und Master) ausgebildet.

«Die Optometristin, der Optometrist ist die zentrale Beratungsperson in allen Belangen des Sehens. Brillenglasverordnung, Kontaktlinsenanpassung, Therapie von binokularen Störungen und das Überprüfen der Augengesundheit», sagt das Institut über diesen Beruf.

Europaweit anerkannte Ausbildung

Klassischerweise macht ein künftiger Optometrist zuerst die Lehre als Augenoptiker. Danach folgt die Berufsmatur. Als nächstes folgt das Studium an der FHNW all Optometrist. Die Ausbildung ist europaweit anerkannt und wird zweisprachig, deutsch und französisch, angeboten.

Eingang

Bildlegende: Das Institut für Optometrie befindet sich in einer ehemaligen Industriehalle, neben dem Sälipark. Christiane Büchli/SRF

Der Standort Olten sei gerade für die Studenten aus der Westschweiz gut erreichbar. Der Standort Windisch, wo die Fachhochschule für Technik sonst zu Hause ist, wäre dafür nicht ideal, sagt Roger Crelier, Leiter des Instituts für Optometrie, im Interview mit SRF.

Die Nähe zu den Augenkliniken schätzt er, sie sei aber nicht der Grund für den Standort des Instituts, sagt Crelier im Gespräch. Vielmehr sei der Optikerverband hier gegründet worden. Er sei in Olten geblieben und habe damals die Ausbildung als Augenoptiker hier lanciert, weiss er. Sein Institut ist in einer ehemaligen Industriehalle neben dem Einkaufszenter Sälipark einquartiert und ganz zufrieden mit dem Standort.

Während den geplanten Umbauarbeiten des Säliparks müsse man andere Lösungen finden, sagt er. Die Erschütterungen der Baumaschinen vertragen sich nicht mit den empfindlichen Augenmessgeräten. Hier sei man noch am Organisieren.

Augentage Olten

  • Die Augentage in Olten sind am 17. und 18. März.
  • An Ständen, Vorträgen und Führungen in der Stadt ist das Auge im Fokus der Veranstaltung.
  • Auch mit dabei Gunnar Jansen, Pilot der Pilot Patrouille Suisse, er referiert zum Thema «Adleraugen und Teamwork bei Tempo Tausend»
  • Der Eintritt ist frei.