Optimistische Aargauer Fussballvereine vor dem Rückrundenstart

Die beiden Aargauer Challenge-League-Vertreter Aarau und Wohlen starten mit ziemlich gegensätzlichen Zielen in die Meisterschaftsrückrunde. Während Aarau in die höchste Spielklasse aufsteigen will, orientieren sich die Freiämter zum Tabellenende hin. Ihre Losung heisst: nicht absteigen.

Noch hat der FC Wohlen sein Minimalziel nicht auf sicher, auch wenn er nach der Vorrunde beruhigende 10 Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten hat, auf Locarno. Andreas Wyder, Präsident des FC Wohlen, warnt aber vor allzu grosser Sicherheit. «Ein Vorsprung von 10 Punkten ist schnell verspielt», sagt Wyder, darauf müsse die Mannschaft vorbereitet sein.

Unterhaltung für die Zuschauer bieten

Nicht absteigen reicht dem Präsidenten aber nicht. «Wir müssen dem Zuschauer auch Unterhaltung bieten», betont Andreas Wyder, nur so würden die Zuschauer auch ins Stadion strömen. In der ersten Hälfte der Meisterschaft war das Wohler Spiel oft nicht besonders attraktiv. Nicht zu verlieren, wie auch immer, hatte für den Vorletzten der Tabelle meist Vorrang.

Wyder verlangt nun von seiner Mannschaft in der Rückrunde «besseren, offensiveren Fussball». Ein «mutigeres» Spiel bringe automatisch mehr Punkte, glaubt Wyder, der von einer erfolgreichen Runde überzeugt ist. Das Team habe die nötige Qualität, um in der Challenge League bestehen zu können.

Spieler vor dem Tor

Bildlegende: Aarau will weiter gewinnen: David Marazzi bezwingt beim Schweizer Cup Achtelfinal den St. Galler Torhüter Marcel Herzog. Keystone

Aufstieg als Ziel

Ganz andere Ziele setzt sich der zweite Aargauer Challenge League-Vertreter, der FC Aarau, der auf dem ersten Tabellenplatz überwinterte. «Wir wollen aufsteigen», redet Vizepräsident Roger Geissberger Klartext. «Die Mannschaft hat einen guten Lauf, den wir jetzt ausnützen müssen», meint Geissberger.

Ausserdem sei die Mannschaft in der Winterpause weiter verstärkt worden. Die eine Verstärkung, Sven Lüscher, machte bereits im Cupspiel gegen St. Gallen mit einem Treffer auf sich aufmerksam.

Wenn nicht diese Saison, dann die nächste

Geissberger weiss aber, dass auch andere Challenge-League-Vereine aufgerüstet haben, dass es Vereine gibt, die noch mehr Geld ausgeben können als der FC Aarau. Trotzdem ist er überzeugt, dass die Qualität von Trainer und Mannschaft für den angestrebten Aufstieg reicht. Und sollte es diese Saison noch nicht klappen, ist das Ziel nur um ein Jahr verschoben. Es bleibt dabei: Der FC Aarau will in die höchste Spielklasse.

Kein einfacher Rückrundenstart

Der Rückrundenstart ist für beide Mannschaften nicht einfach. Wohlen muss am Sonntag, 11. Februar, zu einem schwierigen Auswärtsspiel nach Winterthur reisen, Aarau kann zu Hause den FC Vaduz empfangen, den Tabellenfünften. Wollen die Aarauer ihre Leaderposition verteidigen, ist ein Sieg Pflicht. Anpfiff ist in beiden Spielen um 16 Uhr.