Orgelbauer Armin Hauser stimmt die Königin der Instrumente

Geht man im Kanton Aargau den Kirchenorgeln nach, begegnet man häufig dem Namen Armin Hauser. Der gebürtige Glarner hat vor über 40 Jahren in Kleindöttingen eine Firma für Orgelbau gegründet. Hauser baut mit seinem Team kleine und grosse Orgeln. Der Unterhalt und das Stimmen geben viel zu tun.

10 Meter hoch, 2500 Pfeifen, 40 Register – die Orgel in der katholischen Kirche in Leuggern ist eines der grössten Instrumente, die Armin Hauser je gebaut hat. Seine Orgeln findet man in vielen Kirchen des Aargaus.

Spuren hat Hauser auch in der ganzen Schweiz hinterlassen. So ist die neue Orgel in Bernhardzell (SG) sein Werk. Genau so wie die Orgel in Seeberg (BE). Aber Armin Hauser baut nicht nur neue Orgeln. Er restauriert auch alte Instrumente. So zum Beispiel die Orgel in Hitzkirch, deren älteste Teile aus dem Jahr 1684 stammen.

Lehrstelle als glückliche Fügung

Armin Hauser wuchs in Näfels (GL) auf. Nach der Schule arbeitete er in einer Seidenweberei. Allerdings ohne innere Begeisterung. Seine Liebe galt immer der Musik. Doch Musik studieren, das liessen die finanziellen Verhältnisse der Familie nicht zu.

Ein Glücksfall war es da, dass ein Orgelbauer in Näfels eine Firma eröffnete. Armin Hauser fragte an, ob er eine Lehre als Orgelbauern machen könne. Ein prüfender Blick des gestrengen Patrons und Hauser hatte die Lehrstelle.

Klang in die Kirche bringen

Ab jetzt hatte er die Möglichkeit, seine Passion in konkrete Werke umzusetzen. «Die musikalische Begabung wurde mir von Gott gegeben. Ich will mich vor allem mit Tönen beschäftigen. Meine Aufgabe ist es, möglichst schönen Klang in die Kirche zu bringen.»

In Kleindöttingen hat Armin Hauser eine Firma für Orgelbau aufgebaut. An Arbeit mangelt es ihm nicht. Er könnte zusätzliches Personal anstellen. Aber er will nicht. Um eine gute Orgel zu bauen, müsse jeder im Team die gleiche Philosophie haben, ist Hauser überzeugt. In grossen Betrieben sei das kaum mehr möglich.

Orgeln stimmen

Orgeln bestehen aus Holz und Metall. Die Instrumente «arbeiten». In der warmen Jahreszeit tönen sie anders als in der kalten. Deshalb werden Orgeln routinemässig zweimal pro Jahr gestimmt. Dabei wird die Länge der Pfeifenzungen ganz genau eingestellt. Der Tastenhalter erzeugt einen bestimmten Ton, der Stimmer stellt die Pfeife dann ein.