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Aargau Solothurn Otto-Stich-Platz in Dornach muss einmal mehr warten

Im Juni hätte der Dornacher Gemeinderat der Gemeindeversammlung gerne einen neuen Vorschlag machen wollen, wie der Platz für den verstorbenen Bundesrat Otto Stich aussehen könnte. Doch ausgerechnet wegen der letzten Gemeindeversammlung wird das nicht klappen.

Portrait von Otto Stich in der Kirche, daneben Kerzen und Blumenschmuck
Legende: Ein Portrait von Otto Stich anlässlich seiner Trauerfeier in Dornach: Auf einen Gedenkplatz wartet die Gemeinde noch. Keystone

Der Otto-Stich-Platz in Dornach will und will nicht voran kommen. Nach mehreren Anläufen für einen Gedenkplatz wird dieser nun auch am zweiten Todestag von Otto Stich am 13. September nicht fertig werden. Das geplante Projekt ist noch nicht spruchreif und kann an der nächsten Gemeindeversammlung vom 11. Juni nicht präsentiert werden.

Dornacher Budgetstreit blockierte den Platz

Grund ist die letzte Gemeindeversammlung vom Januar. Damals kam es zu einer grösseren Diskussion rund ums Budget 2015. Am Schluss der Versammlung zweifelten mehrere Dornacher den Budget-Entscheid an und schalteten den Regierungsrat ein. Dieser entschied Ende April, dass alles mit rechten Dingen zuging.

Dieser Prozess hat nun auch den geplanten neuen Otto-Stich-Platz blockiert, wie Gemeindepräsident Christian Schlatter auf Anfrage bestätigt. «Weil wir noch kein gültiges Budget hatten, konnten wir beispielsweise auch kein externes Büro mit der weiteren Planung beauftragen», erklärt er gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn. Es braucht also mehr Zeit für das Projekt. Eine Präsentation am 11. Juni ist also nicht möglich.

Bedauerlich, aber dennoch sinnvoll

«Das ist natürlich bedauerlich. Aber für so einen grossen Menschen wie Otto Stich ist es wichtiger, dass wir ein gutes Projekt ausarbeiten können, als unter Stress einen Entscheid zu fällen», erklärt Schlatter. Der Dornacher Gemeinderat steuert ein Projekt an, das weniger als 85‘000 Franken kostet. So wollte es zuletzt auch die Dornacher Gemeindeversammlung.

Bundesrat und Finanzminister Otto Stich war bekannt als sparsamer Mensch, deshalb wollen weder der Gemeindepräsident noch die Dornacher Bevölkerung einen Platz, der zu viel kostet. Das verlängerte den Findungsprozess für einen angemessenen Gedenkplatz.

Dezember-Gemeindeversammlung soll entscheiden

Das neue Projekt sei jedoch auf gutem Wege und schon bald spruchreif, bestätigt Christian Schlatter. Für die letzte Gemeindeversammlung in diesem Jahr sollte es aber reichen, fügt er an. Im Dezember will der Dornacher Gemeinderat das neue Projekt vorstellen.

Dann können die Dornacher ein weiteres Mal über den Platz diskutieren. Der künftige Otto-Stich-Platz soll auch ein Element beinhalten, das direkt an den verstorbenen Dornacher Bundesrat erinnert.

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