Parlamentarier kritisieren Aargauische Kantonalbank

Mit dem Verkauf der Privatbank und der Entschädigung für einen Frühpensionierten sorgte die Aargauische Kantonalbank für eine Diskussion im Kantonsparlament. Parlamentarier forderten mehr Transparenz.

Der Rekordgewinn der Aargauischen Kantonalbank (AKB) ist vom Aargauer Grossen Rat wohlwollend zur Kenntnis genommen worden. Kritisiert wurde aber vereinzelt, dass über den Preis, den die Bank für den Verkauf der AKB Privatbank Zürich AG an die Privatbank IHAG Zürich erzielt hatte, Stillschweigen bewahrt wurde.

Eingang des AKB-Hauptsitzes.

Bildlegende: Parlamentarier verlangten mehr Transparenz bei der Kantonalbank. Keystone

Dies habe innerhalb der Kommission für Volkswirtschaft und Abgaben zu einigen kritischen Fragen Anlass gegeben, sagte Dieter Egli (SP) namens der Kommission. Der Grosse Rat habe Anrecht auf transparente und vollständige Information, hiess es auch von Seiten der SP-Fraktion. Alles andere sei Geheimniskrämerei.

Nicht glücklich darüber, dass der Verkaufspreis der AKB Privatbank verschwiegen wurde, zeigte sich auch die SVP-Fraktion. Sie kritisierte zudem, dass ein ehemaliges Geschäftsleitungsmitglied nach seinem Ausscheiden ohne zu arbeiten weiterhin fürstlich entlohnt wird.

Geschäftsleitungsmitglieder würden nach ihrer Frühpensionierung bis zum 63. Altersjahr eine Überbrückungsrente von 60 Prozent ihres letzten Salärs erhalten, konterte Bankratspräsident Dieter Egloff den SVP-Vorwurf. Dies sei so im Entschädigungsreglement vorgesehen.

Egloff nahm auch zum nicht öffentlich gemachten Verkaufspreis der AKB Privatbank Stellung. Die IHAG als Käuferin habe privates Aktionariat und wollte deshalb nicht, dass Details nach aussen getragen werden.

Die Aargauische Kantonalbank hatte 2013, im 100. Jahr ihres Bestehens, mit einem Jahresgewinn von 104,1 Mio. Franken soviel verdient wie noch nie. Auch der Kanton Aargau profitierte mit 88,7 Mio. Franken so stark wie noch nie zuvor vom guten Geschäftsgang seiner Staatsbank.