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Aargau Solothurn Pflegpersonal der Aargauer Spitäler erhält mehr Lohn

Die drei Kantonsspitäler des Aargaus (Baden, Aarau und Psychiatrische Dienste) reagieren auf den Mangel an Pflegepersonal. Mit einer generellen Lohnerhöhung soll die Personalsuche einfacher werden. Dafür werden 0.5 Prozent der Lohnsumme des gesamten Spitalpersonals eingesetzt.

Eine Pflegerin richtet ein Patientenbett her
Legende: Das Pflegepersonal in den Aargauer Kantonsspitälern erhält eine generelle Lohnerhöhung. Keystone

Verschiedene Berufsgruppen der Aargauer Kantonsspitäler profitieren von einer generellen Lohnerhöhung. In der Hauptsache geht es um das Pflegepersonal. Dieses ist knapp, und die Löhne in den Aargauer Kantonsspitälern sind im Vergleich zu anderen Spitälern und Kantonen deutlich tiefer.

Legende: Video «Ausbildung von Schweizer Pflegepersonal» abspielen. Laufzeit 1:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.01.2012.

Das Pflegepersonal erhält nun zusätzlich ein halbes Prozent der gesamten Lohnsumme des Aargauer Spitalpersonals. In absoluten Zahlen sind es 500'000 Franken. Dazu können individuelle Lohnerhöhungen kommen.

Daneben gibt es individuelle Lohnerhöhungen für das gesamte Spitalpersonal. Für diese stellen die Spitäler noch einmal ein Prozent der Lohnsumme zur Verfügung.

Diese Erhöhungen müssen aber von Fall zu Fall ausgehandelt werden. Darauf haben sich das Kantonsspital Aarau, das Kantonsspital Baden und die Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) in Verhandlungen mit den Arbeitnehmerverbänden geeinigt.

Im Klartext heisst das: Das Pflegepersonal bekommt mehr Lohn, zum Teil erhalten Angestellte individuelle Lohnerhöhungen. Es kann aber auch sein, dass jemand völlig leer ausgeht.

Lohnsumme steigt um 500'000 Franken

Personal in einem modernen Operationssaal des Kantonsspitals Aarau.
Legende: Von den Lohnerhöhungen profitiert nicht das ganze Personal der Aargauer Spitäler gleichermassen. (Bild: Hypbrid-OP KSA) zvg

Für die Lohnerhöhungen stehen also insgesamt 1.5 Prozent der gesamten Lohnsumme aus dem Jahr 2013 zur Verfügung. Für die drei Kantonsspitäler ist das aber nicht gleichbedeutend mit 1.5 Prozent Mehrausgaben für Löhne im Jahr 2014.

Die Lohnsumme sinkt nämlich um ein Prozent, da momentan viele ältere Angestellte pensioniert werden. Diese haben in der Regel höhere Löhne als das neu eintretende Personal. Deshalb sinkt die gesamte Lohnsumme und für die Spitäler resultieren durch die Lohnerhöhungen letztlich Mehrkosten von 500'000 Franken. Diese Zahlen nennt das Kantonsspital Baden auf Anfrage des Regionaljournals Aargau Solothurn am Mittwoch.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Kurt Trösch, Winterthuit
    Das Spiel ist hinlänglich bekannt. Die Kantone ziehen Vergleiche und finden sich regelmässig im hinteren Zugsteil. Flugs werden die Löhne angehoben, was prinzipiell nicht zu bemängeln ist. Nur eines hat sich hinlänglich bewahrheitet - so lässt sich der Personalmangel in der Regel nicht beheben, denn bekanntermassen ziehen die Anderen nach und der Lohn ist trotz anderen Ansichten nicht das erste Kriterium für den Stellenantritt - auch im Kanton Aargau. Die Werbewirkung der Lohnkorrektur ist kurz.
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