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Wer bezahlt die besonderen Kita-Plätze?
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 02.07.2020.
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Pilotprojekt in Solothurn Mehr Kita-Plätze für Kinder mit Beeinträchtigung

  • Im Kanton Solothurn gibt es bisher kein organisiertes Angebot an Kita-Plätzen für Kinder, welche besondere Betreuung benötigen.
  • Eine politisch breit abgestützte Gruppierung will das ändern. Die Kinder sollen vorschulisch gefördert und die Eltern entlastet werden.
  • Ein Pilotversuch geht nun zu Ende. Die Erfahrungen sind laut den Initianten positiv.
  • Nun wollen sie bei den Gemeinden und beim Kanton für die Finanzierung vorsprechen. Die für den Beginn angedachten 10 bis 15 Plätze kosten 100'000 bis 160'000 Franken pro Jahr.

Eltern mit Kindern, die wegen einer körperlichen oder geistigen Behinderung eine besondere Betreuung brauchen, hätten es schwer, einen geeigneten Kita-Platz zu finden. Das sagt André Naef, Projektleiter von «Kita Inklusiv». Er hat das Projekt für die gemeinnützige Oltner Stiftung 3FO ausgearbeitet. Zum Patronatskomitee gehören auch Solothurner Politikerinnen und Politiker verschiedener politischer Lager.

Kinderbetreuung immer herausfordernd

In der Kita «Tubeschlag» in der Stadt Solothurn wurden deshalb seit letztem Herbst drei Kinder mit besonderen Bedürfnissen betreut, zusammen mit 21 anderen Kindern. Begleitet wurden die Betreuerinnen und Betreuer dabei vom heilpädagogischen Dienst Bachtelen. Das Bachtelen ist ein grosses sonderpädagogisches Zentrum in Grenchen.

Die Bilanz von Janine Bütikofer, Leiterin des «Tubeschlag»: Die Arbeit mit Kindern sei immer eine Herausforderung. Bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen brauche es aber noch ein bisschen mehr. Sie und ihre Mitarbeitenden seien froh gewesen um die Betreuung durch das Bachtelen.

Wer soll bezahlen?

Die Initianten wollen ab 2021 an verschiedenen Kitas im Kanton Solothurn 10 bis 15 Plätze für Kinder mit besonderen Bedürfnissen anbieten. Dazu sind schätzungsweise 100'000 bis 160'000 Franken pro Jahr nötig. Bezahlen sollen die Gemeinden, welche die Kitas in der Regel mitfinanzieren.

Bezahlen soll aber auch der Kanton, welcher die Heilpädagogik finanziert. Entsprechende Vorgespräche mit den Behörden seien bisher erfreulich gewesen, so die Initianten. Sie schätzen, dass es im Kanton Solothurn rund 40 bis 60 Kita-Plätze für Kinder mit besonderen Bedürfnissen brauchen würde.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 2.7.2020, 17:30 Uhr;

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