Platz für 45 zusätzliche Asylbewerber in Suhr

Der Kanton Aargau schafft zusätzlichen Platz für Asylsuchende. Im früheren Schwesternhaus nimmt der Kanton bis Anfang Mai drei weitere Stockwerke zu diesem Zweck in Betrieb.

Aussenansicht des ehemaligen Schwesternhauses.

Bildlegende: 45 weitere Asylsuchende können in der Unterkunft einziehen. SRF

Die Zahl der Asylsuchenden hat in den letzten Monaten schweizweit abgenommen. Trotzdem bleibt die Situation in den Unterkünften angespannt – auch im Kanton Aargau. Die Asylunterkünfte seien zu 107 Prozent belegt, teilt das Aargauer Sozialdepartement mit. Deshalb braucht es mehr Platz.

Im ehemaligen Schwesternhaus des Kantonsspitals Aarau können Asylsuchende künftig drei weitere Stockwerke bewohnen. Bisher sind dort rund 70 Personen untergebracht. Ab Anfang Mai könnten noch 45 weitere Asylsuchende dazukommen, schreibt das Aargauer Sozialdepartement in einer Mitteilung.

Asylunterkunft und Schule im gleichen Haus

Die Asylunterkunft an diesem Standort habe sich bewährt, heisst es weiter. Der Betrieb läuft seit August 2013 und habe bisher reibungslos funktioniert, obwohl im gleichen Gebäude auch die Höhere Fachschule Gesundheit und Soziales untergebracht ist. Schule und Asylunterkunft im gleichen Gebäude - das gab aber keine Probleme, heisst es.

Gleichzeitig ist jedoch auch klar, dass diese Nachbarschaft befristet ist. Sobald die Sanierung und die Erweiterung der Fachschule starten, müssen die Asylbewerber wieder ausziehen. Das Verfahren für das Baugesuch läuft zurzeit.

Zurzeit leben in den Unterkünften des Kantons und der Gemeinden rund 2500 Asylsuchende.