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Stromkonzern Axpo Plötzlich alles wieder gut? Axpo rechnet mit Gewinn

Der Stromkonzern Axpo überrascht mit der Ankündigung eines Gewinns. Die Suche nach Investoren wird dagegen abgebrochen.

Axpo Schriftzug auf KKW
Legende: Ein Hoffnungsschimmer am Horizont: der Stromriese Axpo rechnet mit einem Jahresgewinn. Keystone

Dem Energiekonzern Axpo geht es besser als erwartet: Nach einem Rekordverlust von 1,25 Milliarden Franken im Geschäftsjahr 2015/2016 rechnet der Stromkonzern mit Hauptsitz in Baden wieder mit einem Jahresgewinn.

Eine Umkehr gibts bei der Suche nach Investoren, diese wird abgebrochen. Die Axpo hatte zuletzt eine neue Einheit Axpo Solutions geformt. Dazu gehören die finanziell attraktiven Windpärke, einzelne gewinnbringende Wasserkraftwerke, die staatlich regulierten und lukrativ zu betreibenden Netze sowie das nicht von Strompreisen abhängige Dienstleistungsgeschäft.

Dank der besseren Zukunftsaussichten könne Axpo die strategische Neuausrichtung der Gruppe aus eigener Kraft finanzieren, teilt das Unternehmen mit. Für das Jahr 2020 habe Axpo bereits erste Energieverträge zu höheren Preisen abschliessen können. Die Märkte würden generell auch für die Jahre nach 2020 eine Erholung der Grosshandelspreise erwarten. Dies unter anderem, weil in Europa zahlreiche Grosskraftwerke vom Netz gehen werden.

Hoffnung ruhen auf dem Staat

Zudem erwartet Axpo, dass sich auch die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Stromproduktion in der Schweiz verbessern werden, speziell bei der heute unrentablen Wasserkraft.

Zu viel Euphorie will Axpo dennoch nicht versprühen: Die Herausforderungen seien noch immer beträchtlich. Ob sich die Preise nachhaltig erholen, sei keineswegs sicher. Die Situation für Schweizer Stromproduzenten bleibe auch wegen des schwachen Euros herausfordernd.

Das detaillierte Ergebnis des aktuellen Geschäftsjahres 2016/17 wird Axpo im Dezember 2017 vorlegen. Der Energiekonzern hatte im Vorjahr mit einem Minus von von 1,25 Milliarden Franken das schlechteste Ergebnis der Firmengeschichte erzielt. Hauptgrund dafür waren Wertberichtigungen und Rückstellungen auf Kraftwerke und Energiebezugsverträge.

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