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Aargau Solothurn Polizeidirektor: Massenschlägerei ist «absolute Sauerei»

Samstagnacht lieferten sich Jugendliche in Aarau eine Massenschlägerei. Darunter Fans des FC Zürich und offenbar auch Anhänger des FC Aarau. Die Zürcher Fans waren auf dem Rückweg aus Sion und stoppten ihren Sonderzug beim Bahnhof Aarau. Für Regierungsrat Urs Hofmann ein unverständlicher Vorfall.

Aargauer Regierungsrat und Polizeidirektor Urs Hofmann
Legende: Der Aargauer Polizeidirektor Urs Hofmann ärgert sich über die Massenschlägerei am Bahnhof Aarau. Keystone
Dieser Vorfall ist eine absolute Sauerei. Solche Personen haben im Sport nichts verloren.
Autor: Urs HofmannAargauer Regierungsrat und Polizeidirektor

Der Aargauer Polizeidirektor Urs Hofmann spricht Klartext. Wenn Fussballfans sich extra für eine Schlägerei am Bahnhof Aarau verabreden und den Zugverkehr in der Folge blockieren, dann habe das nichts mit Sport zu tun.

Urs Hofmann nimmt auch die Fussballclubs in die Pflicht. «Solche Vorfälle ärgern mich generell. Innerhalb der Fangruppen gibt es einen unguten Geist. (...) Die Vereine sind nun gefordert, sich ganz klar von solchen Fans zu distanzieren», sagt Polizeidirektor Urs Hofmann im Interview mit Radio SRF.

Diesem unguten Geist innerhalb der Fangruppen müssen wir den Garaus machen.
Autor: Urs HofmannAargauer Polizeidirektor

Man suche aktiv das Gespräch mit den Vereinen. Urs Hofmann hat schon mehrmals mit der Clubleitung des FC Aarau über die Thematik gesprochen. Man müsse zusammen mit den Fussballvereinen handeln. Es gäbe kein Pardon. «Sonst kann man künftig solche Fussballspiele nicht mehr durchführen», ist Hofmann überzeugt.

FC Aarau zeigt sich kooperativ

Beim FC Aarau unterstützt man die Stossrichtung der Regierung. «Wir verurteilen solche Gewaltakte und distanzieren uns deutlich davon», erklärt Alfred Schmid, Präsident des FC Aarau, auf Anfrage von Radio SRF. Der FC Aarau arbeite in verschiedenen Projekten daran die Fans zu sensibilisieren. Strafen umsetzen müsse jedoch die Justiz, findet Schmid.

Stadionverbote sind möglich

Das Hooligan-Konkordat komme auch hier zum Zug, bestätigt Hofmann. Das heisst, man kann den involvierten Personen neben den regulären Strafen auch Stadion-Verbot oder ein Rayon-Verbot aussprechen, sofern man sie denn eruieren kann.

Die Ausschreitungen sind im Nachgang zu einem Spiel passiert, das Konkordat greift also. Hinzu kommt: Solche Schlägereien sind strafrechtlich relevant: «Landfriedensbruch und Angriff sind klare Straftatbestände», erklärt Regierungsrat Hofmann weiter.

Videoaufnahmen werden ausgewertet

Damit Sanktionen gesprochen werden können, muss die Polizei die Verantwortlichen fassen. Bisher hat sie zwei Jugendliche erwischt, hiess es am Sonntag auf Anfrage. Sie werden befragt. Weiter wertet die Polizei das vorhandene Videomaterial aus.

Das genaue Motiv der Schlägerei ist noch nicht bekannt. Auch ob es sich wirklich um Fans des FC Aarau handelt ist noch nicht bestätigt. Man hoffe auf Klärung, sagen Polizei und Polizeidirektor.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Richtig, Herr Hofmann, das ist einfach untolerierbar! Nur, Sie gehören der linken Gutmensch-Industrie an und müssen als Regierungsrat aber trotzdem nicht nur verärgert sein, sondern handeln! Sobald von der politisch "rechten" Seite strengere und härtere Massnahmen gefordert werden, stellt sich die Linke sofort "in den Weg"! So unförderalistisch es auch ist, aber diese ewigen Massenschlägereien im Sport müssen von "höchster Stelle" aus, endlich mit harten Massnahmen bekämpft werden!
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