Polizeieinsatz bei «Tanzdemo» war laut Aargauer Regierung richtig

Als am 22. September 2012 in Aarau gegen 1000 Menschen anlässlich einer «Tanzdemo» auf die Strasse gingen, war auch die Polizei im Einsatz. Über 120 Polizisten und Mitarbeiter waren beteiligt, was Kosten von fast 120'000 Franken auslöste. Die Regierung steht hinter diesem Einsatz.

Der Aargauer Regierungsrat hat das pragmatische Vorgehen der Polizei bei einer unbewilligten Kundgebung in Aarau gerechtfertigt. Dank einer «umsichtigen Strategie» der Kantons- und Stadtpolizei sei die «Tanzdemo» ohne «grössere Störungen» abgelaufen.

Einsatzfahrzeug der Kantonspolizei Aargau, mit zwei Polizisten.

Bildlegende: Der Einsatz von Kantonspolizei und Stadtpolizei Aarau bei der Tanzdemo war laut Regierung gerechtfertigt (Symbolbild). ZVG

Nebst wenigen Lärmbelästigungsklagen und kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen verlief der Anlass ruhig, wie die Regierungsrat in der Antwort auf eine Interpellation schreibt. An der «Tanzdemo» standen über 120 Mitarbeitende der Kantonspolizei und der Stadtpolizei Aarau im Einsatz. Es entstanden Kosten von insgesamt 118'320 Franken.

Gegen 1000 Personen hatten am 22. September 2012 in Aarau an der Kundgebung unter dem Titel «Nächtliches Tanzvergnügen 2.0» für mehr kulturelle und politische Freiräume demonstriert. Zur Kundgebung hatte eine anonyme Gruppe im Internet aufgerufen.

Weitere Demo im Juni 2013?

Die Verhinderung der Veranstaltung wäre laut Regierungsrat nur mit einem massiven Polizeiaufgebot möglich gewesen. Dies hätte erhebliche Mehrkosten verursacht. Zudem hätte man mit einer Eskalation der Gewalt rechnen müssen.

Im Internet wurde auf anfangs Juni bereits zu einer weiteren «Tanzdemo» in Aarau aufgerufen. Auch dann will sich die Polizei zurück halten.