Prävention macht Solothurn sicherer: Weniger Straftaten 2013

Im Kanton Solothurn hat die Polizei 2013 im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Straftaten registriert. Die Gesamtzahl ging um 5,7 Prozent zurück. Insgesamt wurden 22'015 Straftaten registriert. Es gab zehn Tötungsdelikte. Die Polizei ist zufrieden, vor allem mit ihren Präventionskampagnen.

so Straftaten nach Strafgesetzbuch (StGB) im Kanton Solothurn Insgesamt 18'014 Delikte gemäss Strafgesetzbuch haben die Solothurner Behörden 2013 registriert. Dabei bleiben die Vermögensdelikte mit rund 70 Prozent die häufigsten Straftaten. Die Zahl nahm jedoch ab, es gab deutlich weniger Fahrzeugaufbrüche, Taschen-, Laden- und Einschleichdiebstähle, wie die Polizei mitteilt.

Die Zahl der Delikte gemäss Strafgesetzbuch hat im Kanton Solothurn 2013 um 9,2 Prozent abgenommen. Es gab 18'014 Fälle, wie Urs Bartenschlager, Chef Kriminalabteilung, am Mittwoch vor den Medien in Solothurn sagte. Besonders bei den Vermögensdelikten kam es zu einem Rückgang. Diese Delikte machen rund 70 Prozent aller Straftaten aus.

Weniger Vermögensdelikte, mehr Gewalt

Polizisten verhaften einen Mann.

Bildlegende: Solothurner Polizisten haben 2013 weniger Betrüger jagen müssen, dafür mehr Gewaltverbrecher. zvg

Es gab deutlich weniger Fahrzeugaufbrüche und weniger Taschen-, Laden- und Einschleichdiebstähle. Die Zahl der Einbruchdiebstähle nahmen jedoch leicht zu, ebenso die Fälle von häuslicher Gewalt und von Pornografie. Zudem wurden mehr Fälle verzeichnet, die in Zusammenhang mit dem so genannten «Sexting» stehen.

Mit zehn Tötungsdelikten, wovon fünf vollendet wurden, lag die Zahl dieser schwersten Delikte leicht über dem Durchschnitt. Die Aufklärungsquote bei den Delikten gegen Leib und Leben belief sich auf knapp 90 Prozent. Die Zahl der Delikte von häuslicher Gewalt stieg um 11 Prozent auf 759.

Häusliche Gewalt: Die Beziehung zwischen Täter und Opfer Über die Hälfte aller Gewaltdelikte im häuslichen Umfeld betreffen Paare. Allerdings kommt es auch immer wieder zu Gewaltdelikten zwischen Erwachsenen und Kindern.

Mit Prävention gegen Betrüger

Die Polizei sieht sich in ihrer Arbeit bestätigt. Vor allem die aufwändigen Präventionskampagnen gegen einzelne Betrüger-Tricks zeigten Wirkung, erklärte Urs Bartenschlager gegenüber Radio SRF. So wurden 2013 nur noch 32 Delikte im Bereich «unbefugte Datenbeschaffung» festgestellt, im Vorjahr waren es noch deren 119.

Vor allem das sogenannte Skimming sei praktisch verschwunden, stellt die Polizei fest. Als Skimming bezeichnet man die Manipulation von Geldautomaten. Betrüger gelangten so an die Bankdaten der Kunden und konnten deren Konti leeren.«Ich glaube schon, dass die Bevölkerung durch unsere Präventionskampagnen sensibler geworden ist. Und wenn die Leute nicht mehr auf einen Trick hereinfallen, dann lässt die Täterschaft das auch bleiben», erklärt Kripo-Chef Urs Bartenschlager gegenüber Radio SRF.

Die Solothurner Polizei hatte nach dem Aufkommen solcher Taten eigens einen Bankomaten umbauen lassen und die möglichen Betrügereien an verschiedenen Ausstellungen dem Publikum vorgeführt. Der Solothurner Präventions-Bankomat sei auch an andere Polizeikorps ausgeliehen worden, hält Bartenschlager fest.

Kampagne gegen «Sexting»

Aktuell richtet sich das Augenmerk der Polizei auf «Sexting». Dabei werden Menschen in soziale Medien zu sexuellen Handlungen gedrängt und anschliessend mit den dabei entstandenen Bildern oder Videos erpresst. Die Präventionskampagne wird in Zusammenarbeit mit der Organisation Pro Juventute durchgeführt, da sie sich vor allem an Jugendliche richtet.

Zugenommen hat 2013 auch die Zahl der Pornografie-Fälle, dazu gehört auch Kinderpornografie. Die Solothurner Polizei sieht den Grund darin, dass die Bundesbehörden ihren Kampf gegen die Internetkriminalität ausgebaut haben und deshalb den Kantonen mehr Verdachtsfälle gemeldet wurden.

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Jugendliche tauschen Sex-Bilder

4:32 min, aus 10vor10 vom 21.10.2013

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