Zum Inhalt springen

Prozess in Muttenz Doppelmörder von Hägendorf steht erneut vor Gericht

Legende: Video Doppelmörder vor Gericht abspielen. Laufzeit 2:54 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 17.04.2018.
  • Ein 63-jähriger Mann muss sich vor dem Strafgericht Muttenz (BL) verantworten. Er soll im November 2015 in Frenkendorf eine Frau erstochen haben.
  • Der Beschuldigte ist einschlägig vorbestraft: Er hatte 1994 im solothurnischen Hägendorf einen Doppelmord begangen und war dafür verurteilt worden.
  • Die Solothurner Strafvollzugsbehörden hatten den Mann 2011 bedingt entlassen, vier Jahre später beging er das Tötungsdelikt im Baselbiet.
Zeichnung. Beschuldigter und Richter
Legende: Der 63-jährige Beschuldigte gab sich beim Auftakt des viereinhalbtägigen Prozesses am Baselbieter Strafgericht reuig. Erika Bardakci-Egli

Der Gerichtspräsident sprach zu Beginn des Prozesses von einem Fall von «äusserster Brutalität». Der Beschuldigte soll im November 2015 in Frenkendorf rund 20 Mal mit zwei Messern auf eine 64-jährige Frau eingestochen haben. Zuvor hatte sich diese Frau nach einer mehrwöchigen Beziehung vom mutmasslichen Täter getrennt.

Das habe ihn «massiv gekränkt», heisst es in der Anklageschrift, der Mann habe deshalb einen Racheakt geplant. Kurz nach der Tat kehrte der Täter an den Tatort zurück, wo er von der Polizei sogleich verhaftet wurde. Der Angeklagte ist geständig.

Doppelmörder von Hägendorf

Bereits wenige Tage nach der Bluttat von Frenkendorf wurde bekannt, dass der mutmassliche Täter ein verurteilter Doppelmörder ist. Er hatte 1994 in Hägendorf eine 27-jährige Frau und ihren Bruder mit unzähligen Schüssen aus einem Gewehr ermordet. Bereits damals ging es um ein Beziehungsdelikt: Das weibliche Opfer war eine ehemalige Freundin des Täters.

Legende: Video Mörder von Frenkendorf BL vorbestraft? abspielen. Laufzeit 2:20 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 19.11.2015.

Der Mann wurde für die Tat von Hägendorf zu lebenslänglicher Haft verurteilt. 2011 liessen ihn die Solothurner Strafvollzugsbehörden nach gut fünfzehn Jahren im Gefängnis frei, er wurde bedingt entlassen mit einer Probezeit von fünf Jahren.

Die Solothurner Regierung hatte im Januar 2016 erklärt, die Entlassung des Doppelmörders sei korrekt gewesen, ein «rechtskonformer Entscheid». Im Kantonsparlament hatte es später trotzdem Kritik gegeben, vor allem von bürgerlichen Parteien.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ruedi Hammer (Ruedi Hammer)
    Auf jeden Fall sind unsere Justizbeamten komplett überbezahlt oder einfach mangelhaft ausgebildet. Es wird Zeit, dass sich hier mal die Parteien damit beschäftigen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Unsere Richter und Psychiater lernen einfach nicht dazu.. es ist doch ganz einfach, wer aus niedrigen Gruenden toetet gehoert fuer immer weggeschlossen...Die getoeteten sind ja auch "ein ganzes Leben lang tot".. eben aus dem Leben gerissen.. so soll der Moerder auch vom "Leben" entfernt werden, fuer immer wie auch der Tod fuer immer ist!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen