Zum Inhalt springen

Aargau Solothurn «Prüfung für Umweltverträglichkeit zu umgehen, lohnt sich nicht»

Der aktuellste Fall betrifft Kaiseraugst. Beim Bau des Coop-Einkaufszentrums wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bewusst weggelassen, aus Zeitgründen. Nun folgen eine Ehrenrunde und extra Kosten. Der Regierungsrat hat eine Beschwerde des VCS gutgeheissen. Er will ein Zeichen setzen.

Baustelle
Legende: Grossbaustelle Ja, aber mit den richtigen Unterlagen. In Kaiseraugst muss die Gemeinde die UVP nachholen. (Symbolbild) Keystone

Es sei nicht der erste, sondern der dritte Fall im Aargau, bei dem die UVP bewusst umgangen wurde, moniert der VCS (Verkehrsclub der Schweiz) in einer Mitteilung. Im Fall Kaiseraugst sei dies aber nötig. Das stützt auch der Kanton. Sobald ein Gebäude mehr als 500 Parkplätze oder 7500 Quadratmeter Verkaufsfläche hat, braucht es eine solche Prüfung.

Coop und Gemeinde haben nun 15 Monate Zeit für ein neues Baugesuch und die nachträgliche UVP. Im dümmsten Fall droht ein Nutzungsverbot und die Schliessung des neuen Einkaufszenters, das im August eröffnet.

Von einem Trend könne man nicht sprechen, sagt Felicitas Siebert, Leiterin der Abteilung Baubewilligungen beim Kanton. Trotzdem setze man bewusst Druck auf, auch im aktuellen Fall. «Die Abkürzung lohnt sich nicht. Es ist nicht schneller und nicht billiger im Nachhinein», so Siebert im Interview mit Radio SRF.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Josef Beeler, Wattwil
    Es scheint, dass bei COOP-Neu- und Ausbauten das "Vergessen" der UVP System hat. Schon in meinem ehemaligen Wohnort Unterentfelden baute COOP mit Salamitaktik und selbstverständlich ohne UVP ein recht grosses Einkaufscenter - weitab vom öffentlichen Verkehr - und ohne die nötigen Verständigungen des Kantons. Der Gemeinderat erteilte trotz Einsprachen die Bewilligungen scheibchenweise.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen