Psychiatriemuseum Königsfelden schliesst Ende Jahr

Das Psychiatriemuseum Königsfelden schliesst am 31. Dezember 2014 seine Türen. Nur gerade 1000 Personen besuchten das Museum durchschnittlich pro Jahr. Auch ein besseres Marketing-Konzept konnte daran nichts ändern. Darum schliessen die Psychiatrischen Dienste Aargau AG das Museum jetzt.

Klinik Königsfelden

Bildlegende: Das Psychiatriemuseum Königsfelden schliesst auf Ende 2014. Im Bild das alte Hauptgebäude. SRF

Das Museum der Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) besteht aus über 2'500 Werken von Patienten aus der Zeit um 1900. Sie ist damit eine der umfangsreichsten Sammlungen solcher Werke in der Schweiz. Eröffnet wurde das Museum 2009. Nach nur fünf Jahren wird es nun wieder geschlossen.

«Wir müssen Prioritäten setzen», sagt der Geschäftsleiter der Psychiatrischen Dienste Aargau AG, Markus Gautschi, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Mit dem Sparprogramm des Kantons werde nun auch bei ihnen der Gürtel enger geschnallt.

Sparen für die Gesamtsanierung

Man gewinne durch die Schliessung finanzielle und personelle Ressourcen, welche man effektiver einsetzen könne. Insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Gesamtsanierung der Psychiatrie Königsfelden. Diese soll 125 Millionen Franken kosten und bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Die aktuelle Ausstellung steht unter dem Titel «Fremdgehen». Fünf Patienten erzählen mit ihren Konstruktionen und Zeichnungen aus ihrem Leben in Königsfelden um 1900. Der Alltag in der Klinik bestand damals auch aus der Mithilfe im Betrieb, sei es in der Küche oder in der Schreinerei. Zur Abwechslung besuchten sie den Zirkus, lasen Zeitungen und hörten Radio.

Die Sammlung mit Werken von ehemaligen Patientinnen und Patienten bleiben in Besitz der Psychiatrischen Dienste Aargau AG und werden in klimastabilen Räumen gelagert. Möglicherweise werden einzelne Stücke nach der Sanierung wieder zu Ausstellungszwecken verwendet.