Rätselraten: woher kommt diese Aargauerin?

Einen einheitlichen Aargauer Dialekt gibt es nicht. Grund dafür dürfte die relativ junge Aargauer Geschichte sein, vermutet Mundartkenner und Chefredaktor des Schweizerdeutschen Wörterbuches, Hans-Peter Schifferle. Er unterscheidet vier Sprachregionen.

Den Kanton Aargau gibt es erst seit 200 Jahren. Diese kurze Geschichte ist für den Chefredaktor des Schweizerdeutschen Wörterbuches, Hans-Peter Schifferle, der Grund dafür, dass es keinen einheitlichen Aargauer Dialekt gibt. Der Aargauer Dialekt besteht aus unterschiedliche Sprachregionen.

Im Aargau gibt es vier Sprachregionen:

  • Ostaargau (Nähe zu Zürich)
  • Fricktal (Nähe zum Baselbiet)
  • Freiamt (Nähe zur Innerschweiz)
  • Berner Aargau (Nähe zu den Kantonen Bern und Solothurn)

Sprache lebt - aus diesem Grund gibt es Veränderungen. Hans-Peter Schifferle nennt zum Beispiel die L-Vokalisierung im Westaargau: Wäut statt Wält, müud statt mild. «Vor 50 Jahren hat man in Aarau das L noch nicht Vokalisiert. Das ist ein Dialektmarker, der sich ausbreitet.»

Angleichung zwischen den Dialekten

Dabei stellt der Chefredaktor des Schweizerdeutschen Wörterbuches, Hans-Peter Schifferle, auch fest, dass es eine Angleichung zwischen den Dialekten gibt. «Es ist eine Tatsache, dass sich räumlich immer grössere Einheiten bilden.» Besonders augenfällig sei dies beim Jugendslang: bei «Snöbe» und «Chille» gibt es keine regionalen Unterschiede.