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Aargau Solothurn Rayonverbot gegen jugendliche Fussballspieler

In Oensingen greift der Gemeindepräsident hart durch. Drei Knaben erhielten ein Rayonverbot, weil sie auf einem Platz Fussball gespielt hatten. Dies sorgte im Dorf für Wirbel.

Kinder sollen sich mehr bewegen und Sport treiben. Dies hört man immer wieder. In Oensingen ist dies für die Kinder, zumindest am Wochenende, jedoch gar nicht so einfach. Vom Samstagabend bis am Montagmorgen ist kein Sportplatz geöffnet. Wer trotzdem auf einem Sportplatz trainiert, muss mit drastischen Folgen rechnen.

Kind mit Fussballerschuhen und Fussball
Legende: Oensinger Kinder können nicht immer Fussball spielen. Keystone

Drei Knaben haben dies am vergangen Samstag zu spüren bekommen. Sie sind über einen Zaun geklettert und haben, trotz einem richterlichen Verbot, auf dem Sportplatz beim Schulhaus Oberdorf Fussball gespielt. Der Gemeindepräsident Markus Flury, der selbst beim Schulhaus wohnt, hat die Knaben mehrmals weggeschickt, wie er gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF sagte.

Darf Schüler nicht mehr in die Schule?

Auch eine andere Person hat die Knaben weggeschickt. Als dies nichts brachte, rief Flury die Polizei. Die Polizisten nahmen die Personalien der Knaben auf. Auf eine Anzeige verzichtete der Gemeindepräsident jedoch. Allerdings schrieb er den Eltern einen Brief und verbot den Knaben, das Schulareal zu betreten.

Dass einer der Knaben ins betreffende Schulhaus in die Schule geht, habe man nicht gewusst, so Flury. Natürlich könne der Knabe weiterhin in die Schule. Und auch die anderen Knaben dürfen etwa mit einem Sportverein den Platz betreten. In der restlichen Freizeit sei ihnen dies jedoch verboten.

Am Samstag spricht nun Flury mit den Vätern von zwei der Knaben über die Situation. Mit dem Vater des dritten Jungen hat sich der Gemeindepräsident hingegen verkracht. Flury droht sogar mit juristischen Konsequenzen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Wilfried Schlichther, Aarburg
    Danke für die Warnung! Man hüte sich, mit Kindern an einen solchen Ort zu ziehen... Mit Steuergeldern erst eine öffentliche Schulanlage mit Sportplatz - angeblich für die Jugend bauen, um danach diesen Sportplatz mit einem Arealverbot für Jugendliche zu belegen. Wenn es an Augenmass fehlt, um Bedürfnissen von Kindern angemessen entsprechen zu können, müssen sich die Verantwortlichen nicht wundern über den medialen Bumerang.
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  • Kommentar von Anton Durrer, Sachseln
    da lobe ich unsere Gemeinde, die Sport und Schulhaus Plätze sind am Wochenende offen für Kinder, Familien und werden für gemeinsame Spiele rege genutzt. Die Einwohner schätzen den Platz und tragen daher auch Sorge dazu. Natürlich bleibt auch mal etwas liegen, aber der Schulhauswart, der gute Mann, räumt das weg. Wir als Anwohner vom Platz schauen gerne dem pulsierenden Leben zu. Ich finde wirklich ein öffentlich finanzierter Sport Platz sollte auch öffentlich genutzt werden können.
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  • Kommentar von Mato aracic, Oensingen
    Ich kenne einen der jungen und er ist nicht übel...aber ich denke mir oooo was hesch du gmacht
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