Region Zofingen organisiert sich im Asylbereich professionell

Der Verband Zofingen Regio hat sein Dienstleistungsangebot um den Bereich Asylwesen erweitert. Das heisst, der Verband setzt eine Arbeitsgruppe ein, die zum Beispiel die Freiwilligenarbeit im Asylwesen koordiniert. Im ganzen Verband sind 22 Aargauer Gemeinden organisiert.

Kursteilnehmer

Bildlegende: 12 Gemeinden in der Region Zofingen arbeiten im Bereich Asyl enger zusammen. Zum Beispiel bei den Deutschkursen. Keystone

Der Regionalverband Zofingen Regio vermittelt Tagesfamilien, erbringt Dienstleistungen der Mütterberatung und ist für die Regionalplanung zuständig. Seit einer Weile koordiniert der Verband auch die Auslastung der Pflegebetten in der ganzen Region und baut eine regionale Spitex auf.

Dieses überregionale Denken nutzt der Verband nun auch für den Bereich Asyl. Er hat die neue Dienstleistung «Regionale Zusammenarbeit und Koordination Asylwesen» gegründet. Das Ziel: Den Gemeinden, die für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge zuständig sind, bessere Koordination bieten. 12 Gemeinden machen mit.

Gemeinden kämpfen mit ähnlichen Problemen

Ein Beispiel: Zofingen hat fast zu viele pensionierte Lehrer, die den Flüchtlingen Deutschkurse erteilen würden. In der Nachbarsgemeinde Aarburg sind es eher zu wenig Lehrpersonen. «Dank der Koordination können Lehrkräfte und Kursteilnehmer besser verteilt werden», erklärt Hans-Ruedi Hottiger, Präsident des Verbandes und Stadtammann in Zofingen, gegenüber Radio SRF.

In der Arbeitsgruppe des Regionalplanungesverbandes sitzen Milizpersonen. Organisation und Administration übernimmt der Verband.

Swisslosgeld für Koordination

Der Kanton hat für die Koordination im Asylbereich Gelder aus dem Swisslosfonds ausgeschrieben. Zofingen bekam 60'000 Franken, heisst es beim Regionalplanungsverband Zofingen Regio. Damit könne man den Aufwand für die Koordination decken.