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Regionalzug bleibt erhalten Von Olten aus soll das «Läufelfingerli» attraktiver werden

Nach dem Ja zum Weiterbetrieb des Zugs auf der Strecke Olten-Läufelfingen-Sissach sollen nun die Anschlüsse in Olten verbessert werden.

Zug
Legende: Ein Zug des «Läufelfingerlis» auf dem Weg in Richtung Olten. Bessere Anschlüsse würden die Zuglinie attraktiver machen. SRF

Wer von Bern oder Zürich her anreist und in Olten ins «Läufelfingerli» umsteigen will, muss sich sputen. Nur gerade zwei Minuten beträgt die Umsteigezeit. Fast logisch also, dass Reisende diesen Anschluss oft verpassen. Regelmässige Pendler aus Trimbach oder dem Homburgertal verzichten deshalb häufig auf die Benützung dieser Linie.

Einen Tag nach der Abstimmung, dem Ja zum Erhalt der Bahnlinie und dem Verzicht auf die vorgeschlagene Buslösung, konzentriert man sich nun auf beiden Seiten des Hauensteins auf Lösungsvorschläge für die Zukunft. Im Zentrum stehen dabei Bemühungen die Auslastung der Zuglinie zu verbessern.

Zentral sind dafür die mangelhaften Anschlüsse am Bahnhof Olten. Ein bekanntes Problem, sagt Ludwig Dünbier, Abteilungsleiter beim Solothurner Amt für Verkehr. Man habe bei der SBB bereits mehrfach auf diese Problematik hingewiesen. Bislang allerdings vergebens. Die SBB betone jeweils, dass der Bahnhof Olten ein sehr komplexes Gefüge sei.

Tatsächlich fährt das «Läufelfingerli» nach dem Bahnhof Olten einige hundert Meter auf denselben Gleisen wie die Intercity-Züge nach Basel oder Zürich, was eine Änderung der Fahrpläne kompliziert macht. Ob man trotzdem eine andere Lösung für den Regionalzug prüfe mit dem Ziel besserer Anschlüsse, war von der SBB am Montag nach der Abstimmung noch nicht zu erfahren.

Die SBB-Medienstelle gab sich zugeknöpft und antwortete nicht auf konkrete Fragen – etwa ob eine Optimierung überhaupt möglich sei. Stattdessen spielt die SBB den Ball zurück an die Kantone. Diese würden die Leistungen im ÖV bestellen, die SBB führe nur aus, schreibt Mediensprecher Oli Dischoe.

Damit bleibt bis auf Weiteres alles beim Alten und die Anschlüsse aufs «Läufelfingerli» knapp. Es scheint, dass eine weitere Intervention der Baselbieter und Solothurner Regierung bei den Bundesbahnen nötig ist.

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