Reitnauer Bergrennen im Regen

Seit fast einem halben Jahrhundert heulen in Reitnau einmal im Jahr laut die Motoren der Rennautos, nämlich dann, wenn das bekannteste Bergrennen der Schweiz stattfindet. Am Sonntag war es wieder soweit – die Schweizer Autorenn-Elite traf sich in Reitnau. Ein Aargauer fuhr aufs Podest.

Ein gelber Opel liegt in die Kurve.

Bildlegende: Wie schon 2012 gab es auch am diesjährigen Bergrennen in Reitnau etwas Regen. ZVG

Unüblich für das traditionsreiche Bergrennen ist Regen. In den letzten zehn Jahren war es nämlich am Bergrennen fast immer sonnig, einzig 2012 gab es einige Regenropfen.

Für das eingespielte Organisations-Komitee war der Regen dieses Jahr allerdings kein Problem. «Wir haben gedacht, es regne noch viel mehr», sagt Chris Regez, Pressesprecher des Bergrennens, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Es sei alles sehr gut gelaufen.

Bergrennen Reitnau - ein Volkfest

Bis zu 12'000 Zuschauer pilgerten in den letzten Jahren ans Bergrennen im aargauischen Reitnau. In diesem Jahr waren es etwas weniger als früher, aber viele Fans liessen sich das Spektakel trotz Regen nicht entgehen.

Sie wurden nicht nur vom Rennen, sondern auch von Attraktionen neben der Rennstrecke angelockt. So konnte man zum Beispiel zwischen den Rennläufen einen motorisierten Einkaufswagen bewundern.

«Ein solches Fest könnte ohne die Unterstützung der Bevölkerung nie stattfinden», sagt Chris Regez. Einwohner vermieten ihre Parkplätze an Rennställe oder lassen die Rennfahrer bei sich übernachten.

Die Fahrer kommen aus der ganzen Schweiz nach Reitnau, wie zum Beispiel der Strecken-Rekordhalter Eric Berguerand aus Martigny. Am Start sind aber auch einige Fahrer aus der Region. Einer davon ist sogar auf das Podest gefahren: Thomas Amweg aus Ammerswil holte sich mit seinem Dallara 305/07 F3 den 3. Rang im Rennen der zweithöchsten Kategorie.