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Aargau Solothurn Rekord mit Kehrseite am Solothurner Hausberg

Fast 4000 Leute fuhren am Sonntag mit der Seilbahn auf den Weissenstein. Etwas mehr als die Hälfte davon benützte die Seilbahn sogar für zwei Fahrten. Damit stösst die neue Bahn an ihre Kapazitätsgrenzen. Auch sonst verursacht der Besucheransturm Probleme.

Gondeli der Weissensteinbahn auf dem Weg nach oben, aufgenommen aus einem Gondeli.
Legende: Beliebtes Ausflugsziel: Wegen des schönen Herbstwetters verzeichnete die Weissensteinbahn am Sonntag einen Rekord. Marco Jaggi/SRF

4000 transportierte Personen, «das ist der absolute Rekord», sagt Konrad Stuber, der Betriebsleiter der Seilbahn Weissenstein AG. Ein Rekord, der ihm nicht nur Freude bereitet: «Es geht ja nicht darum, möglichst viele Menschen auf den Berg zu 'pumpen'».

Bei so vielen Menschen auf dem Weissenstein leide die Qualität des Ausflugs für den Einzelnen massiv, gibt Stuber zu bedenken. Auch die Restaurants auf dem Weissenstein seien am Anschlag gewesen.

An der Grenze des Chaos

Rekordtage wie der Sonntag verursachen aber bereits am Fusse des Weissensteins grosse Probleme. Die Strasse nach Oberdorf war komplett überlastet, der Verkehr stockte zeitweise bereits von der Stadt Solothurn an. Ein weiteres Problem sind die Parkplätze in der Nähe der Talstation.

Die 400 Parkplätze reichen an Spitzentagen bei weitem nicht. «Hier muss man über die Bücher gehen», sagt Konrad Stuber - und mit «man» meint er nicht zuletzt auch den Kanton: «Das ist nicht nur in unserer Verantwortung, sondern auch in jener des Kantons».

Versuchsphase bis Ende 2016

Mit dieser Aussage ist Rudolf Bieri vom Solothurnischen Amt für Raumplanung nicht ganz einverstanden: «Die Frage nach einem Verkehrsleitsystem wurde bei der Vergabe der Baubewilligung intensiv diskutiert», sagt er. Man habe sich damals auf eine Versuchsphase geeinigt: «Die Seilbahn Weissenstein AG fand, dass der Einsatz von Securitas genügen würde, die Gemeinde Oberdorf zweifelte daran».

Die Baubewilligung besagt deshalb, dass bis spätestens 31. Dezember 2016 ein Verkehrsleitsystem realisiert sein muss, sofern die Gemeinde Oberdorf nicht ausdrücklich darauf verzichtet. Sollte ein Verkehrsleitsystem notwendig sein, so gehe dies zu Lasten der Seilbahn Weissenstein AG, so Rudolf Bieri.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von E. Wagner (E. Wagner)
    Kein Wunder wir haben ja auch immer mehr Leute in der CH, die wollen alle auch an die Sonne, wenn unten nur Nebel ist. Das gleiche erleben wir auf der Rigi
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Wer eine solche neue, Gondelbahn vor dem Abbruch der "alten" Seesellift-Anlage", als unumgänglich pries, muss sich nun NICHT über "zu viele Benützer" (Touristen, Restaurantbesucher oder Wanderer) beklagen! Solche NEUBAUTEN reihen sich nahtlos an die ewigen Strassenerweiterungen ein: Je mehr Kapazität, umso mehr Verkehr (Benützer)! Dass dann zudem noch JEDER meint, er müsse per Auto (statt mit dem Zug) nach "Oberdorf" zur Talstation fahren, gibt dem Chaos noch den Rest! Es liegt allein an uns!
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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Der Tourismus zerstört das, was er sucht, indem er es findet.
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