Rekordgewinn für die Aargauische Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank AKB spricht von einem ausserordentlich guten Geschäftsjahr. Der Gewinn beläuft sich 2015 auf die Rekordsumme von 155,4 Millionen Franken. Das sind 47,3 Prozent mehr wie im Vorjahr. Für den Kanton Aargau bedeutet dies einen zusätzlichen Geldsegen.

Mit dem ausserordentlich hohen Gewinn von 155,4 Millionen Franken übertrifft die AKB gemäss eigener Angabe vom Dienstag sämtliche bisherigen Jahresergebnisse. Unterstützt wurde das Rekordergebnis durch den Verkauf der Beteiligung an der Swisscanto Holding AG an die Zürcher Kantonalbank ZKB. Dies steigerte den Ertrag 2015 um 15,2 Millionen Franken.

Kanton profitiert

Der Kanton Aargau erhält eine ordentliche Gewinnablieferung von 68 Millionen Franken. Dazu kommt eine Zusatzausschüttung von 7 Millionen Franken wegen den verkauften Swisscanto-Anteilen. Mit der Abgeltung der Staatsgarantie und weiteren Effekten beläuft sich die Ausschüttung an den Kanton auf 88,6 Millionen Franken, rund 9 Millionen mehr als im Vorjahr.

Eingang zur Kantonalbank in Aarau. Hinten Drehtüre vorne grosses Schild mit Aufschrift Kantonalbank.

Bildlegende: So gut wie im Geschäftsjahr 2015 lief es der AKB seit der Gründung noch nie. Keystone

Anfangs 2015 hatte die AKB mit einem schlechteren Ergebnis gerechnet. Das jetzt aussergewöhnlich gute Resultat habe man damals nicht erwarten können, so Direktionspräsident Rudolf Dellenbach gegenüber Radio SRF.

Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch dir Nationalbank habe aber der Handel mit Währungen floriert, auch das Hypothekargeschäft sei durch die tiefen Zinsen mit einer Milliarde mehr aussergewöhnlich stark gewachsen. Zudem habe die AKB für den Steuerstreit mit den USA hohe Rückstellungen getätigt. Die Busse belief sich auf einen deutlich tieferen Betrag als befürchtet.

Das laufende Jahr werde für die AKB aber bestimmt nicht so glänzend ausfallen wie 2015, prognostiziert Direktionspräsident Dellenbach - schon durch den Umstand, dass vermutlich keine Sondereffekte zum Tragen kommen wie der Verkauf der Swisscanto-Anteile.