Römer in Legoform: Grosses Legionslager in Brugg fertig

Seit letztem Jahr bauen fleissige Museumsbesucher die einzelnen Bestandteile des Legionslagers aus Legosteinen zusammen. Nun wird es das Legowerk erstmals vollständig im Vindonissa-Museum in Brugg zu sehen sein. Über hunderttausend Legosteine wurden verbaut. Ein Projekt, mit Geschichte.

Gebaut wurde ein Legionslager aus Lego für Furius Constructor. Furius Constructor ist ein ehrgeiziger, römischer Legionskommandant. Im Auftrag des Kaisers baut er in Brugg ein grosses Lager auf. Der fiktive Kommandant ist ein kleines Legomännchen, sein Lager besteht aus Lego-Bauten. Dazu gehören Schutzmauern, Legionärsunterkünfte, Badeanlagen, Strassen sowie Wasserleitungen.

Diese Lego-Bauten wurden seit Dezember 2015 von fleissigen Museumsbesuchern des Vindonissa-Museums in Brugg zusammengebaut. Für die einzelnen Bestandteile des römischen Militärlagers gibt es Bausätze mit Plänen und den entsprechenden Legosteinen. Total sind es 120 Bausätze.

Am Sonntag, 24. April 2016, soll das modellhafte römische Legionslager nun erstmals vollständig zu sehen werden. Zusammen mit weiteren Teilen wie einer Handwerkersiedlung, einer Brücke über die Aare sowie einem Friedhof. Dabei sind über 100'000 Legosteine im Einsatz.

Lego-Lager steht nicht lange

Lange wird das komplette Legionslager aber nicht zu sehen sein. Kantonsarchäologe Georg Matter weiss, dass bald Barbaren kommen könnten oder ein Erdbeben, das das Legolager zerstören wird. Denn die Besucher seien jeweils so fleissig, dass die Legosteine sonst ausgehen würden.

Deshalb baue man einzelne Teile des Legionslagers nach dem Wochenende ab, damit die neuen Museumsbesucher auch wieder etwas zu tun hätten und sich am Aufbau des Legionslagers beteiligen können. Dies die Idee hinter dem ständig sich verändernden Projekt in Brugg.