Rudolf Steiner Schule: Kein Strafverfahren gegen Lehrerin

Das Jahr 2014 war kein einfaches Jahr für die Rudolf Steiner Schule in Schafisheim. Einige Eltern hatten schwere Vorwürfe gegen die Schule erhoben: Es soll auch Tätlichkeiten gegen Schüler gegeben haben. Das liess sich aber nicht erhärten.

Im März 2014 zeigte ein Elternpaar eine Lehrerin an, die an der Rudolf Steiner Schule unterrichtet. Sie habe ihren Sohn so hart an den Schultern angepackt, dass dieser blaue Flecken davongetragen habe, so die Vorwürfe.

Jetzt ist klar: Die Aargauer Staatsanwaltschaft sieht keinen weiteren Bedarf weiter zu ermitteln. Das Strafverfahren gegen die Lehrperson ist eingestellt worden. Dies bestätigt die Staatsanwaltschaft gegenüber Radio und Fernsehen SRF. Die Staatsanwaltschaft kann der Lehrerin keine vorsätzliche Tätlichkeit nachweisen, so die Begründung.

Schule

Bildlegende: Die Rudolf Steiner Schule in Schafisheim. SRF

Die Gegenpartei hat gegenüber SRF bereits Widerstand gegen den Entscheid angekündigt. Als nächstes müsste das Aargauer Obergericht urteilen. Den Antrag des Anwalts der Eltern, weitere Kinder zu befragen, hat die Staatsanwaltschaft ebenfalls abgelehnt.

Massnahmen und Modernisierung

Die Vorwürfe haben auch die Politik beschäftigt. Das Schulinspektorat habe zusätzliche Massnahmen eingeleitet, schrieb der Regierungsrat im März 2014 damals in seiner Antwort auf eine Interpellation von Grossrätinnen aus CVP, EVP und GLP. Das Schulinspektorat überprüfte die Vorwürfe und auch die Rudolf Steiner Schule selber engagierte einen Experten.

Als Besonderheit verteilt die Rudolf-Steiner-Schule keine Noten. Der Erziehungsrat verlangt weiter klare Spielregeln für den Schulbetrieb. So soll die Privatschule in Schafisheim den internen Umgang mit Disziplinproblemen und mit Beschwerden von Eltern verbessern. Die Schule soll im Weiteren ein internes Qualitätsmanagement entwickeln.

Grösste Aargauer Privatschule

Die seit 30 Jahren bestehende Schafisheimer Rudolf-Steiner-Schule ist mit rund 250 Kindern und Jugendlichen die grösste Aargauer Privatschule. Die Schule akzeptierte die Massnahmen des Erziehungsrates.

Man wolle «bestmögliche Verbesserungen» vornehmen, hiess es damals bei der Schule. Alle Lehrpersonen seien in Sachen Gewaltprävention sensibilisiert und instruiert worden. Die Schule sah sich nach eigenen Angaben «auf Kurs».

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