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Polizeieinsatz in Gotteshaus Schlägerei in Aargauer Moschee

Die Moschee in Gebenstorf im Bezirk Baden hat sich von ihrem langjährigen Imam getrennt. Bei der islamisch-albanischen Gemeinschaft kam der Verdacht auf, dass sich der Imam radikalisiert hatte. Beim letzten Auftritt am Sonntag kam es zu einer Schlägerei.

Keine Beweise

Der Verdacht habe seit einem halben Jahr bestanden, sagte Murseli Ibraimov, Vizepräsident der islamisch-albanischen Gemeinschaft, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte einen Bericht der «Aargauer Zeitung».

Er betont, man habe keine Beweise, sondern Vermutungen. Die Gemeinschaft habe erfahren, dass der Imam diesen Sommer radikale Imame in Skopje besucht habe. Der Vorstand habe daraufhin einstimmig entschieden, den Imam per sofort freizustellen. Früher habe kein Grund zum Handeln bestanden.

Tumult beim Abschied

Der Imam, der während acht Jahren für die islamisch-albanische Gemeinschaft tätig war, hatte die Freistellung gemäss des Vizepräsidenten zunächst nicht akzeptiert.

Eine Abschiedsrede wurde ihm noch gewährt. Nach dieser Rede kam es am Sonntag zu einer Schlägerei in der Moschee. Einige Unterstützer standen auf und wurden handgreiflich. Die Aargauer Kantonspolizei rückte aus und kontrollierte 90 Personen. Zwei Verletzte begaben sich nach dem Vorfall zur Kontrolle ins Spital. Gemäss Ibraimov wird eine Besprechung mit der Kantonspolizei stattfinden.

Gemeinderat zeigt sich alarmiert

Die Moschee in Gebenstorf war im Mai eröffnet worden. Früher war die Gemeinschaft im aargauischen Kirchdorf aktiv. Der Gemeinderat von Gebenstorf, hatte sich gegen die Moschee im Erdgeschoss einer ehemaligen Pizzeria bis vor das kantonale Verwaltungsgericht juristisch gewehrt. Nun machte er die Auseinandersetzung publik.

Der Gemeinderat will das Gespräch mit der Gemeinschaft suchen. Man werde solche Vorkommnisse nicht dulden, hiess es. Da es sich bei der Moschee um ein Vereinslokal handelt, könnte der Gemeinderat der Gemeinschaft die Bewilligung für den Betrieb entziehen.

Auch ohne die Massenschlägerei hätte die Gemeinde eine Aussprache mit der islamisch-albanischen Gemeinschaft gesucht, sagt der Gebenstorfer Gemeindeschreiber Stefan Gloor auf Anfrage von SRF. Regelmässig würden vor der Moschee zu viele Auto parkiert, Gloor spricht von einem «Chaos». Ausserdem würden die Ruhezeiten nicht eingehalten, mehrere Nachbarn hätten sich wegen Lärmemissionen aus der Moschee beschwert, so der Gemeindeschreiber.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Mein 2. (!) Versuch, eine Meinung zu äussern: Einerseits verfolgen militante Islamisten nur das eine Ziel: Europa umzubauen, von den traditionellen Länder, die meistens rechtsstaatliche Gebilde sind, in eine islamistische Einheits-Gesellschaft! Anderseits schlagen sich diese eingewanderten Religionsfanatiker die Köpfe ein, wenn es einer als Imam zu weit treibt und entlassen werden soll! Nun, es wird immer schlimmer und absurder in unserem einstigen "Vorbild-Ländchen" Schweiz! Niemand reagiert!
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    "gemässigte und radikale Mitglieder aneinander" Abschieben! Wenn radikale Muslime gegen den CH-Staat kämpfen möchten oder die hiesige offene demokratische Gesellschaft ablehnen und verachten, können sie das in ihren Heimatländern tun, aber ohne CH-Sozialleistungen. Gleiches gilt auch für andere zugewanderte Kriminelle die hier ohnehin nur von der Soziallhilfe leben.
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  • Kommentar von rosi gantenbein (lara croft)
    ...und wir harmoniebedürftigen Schweizer schauen weiter zu...
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