Schloss Lenzburg blickt ins «höfische» Leben der Adeligen

Das Leben der Lenzburger, Kyburger und Habsburger wird im Schlossmuseum Lenzburg erstmals gezeigt, in der neuen Austellung «Rittertum und Adel». Die neue Ausstellung bildet den Schlusspunkt der mehrjährigen Neukonzipierung des Museums. Am Donnerstagabend feiert die neue Ausstellung Vernissage.

Im Raum «Herrschaft im Mittelalter» hängen mehrere Machtsymbole an den Wänden und der Besucher kann sie an Schnüren zu sich hinunter ziehen

Bildlegende: Im Raum «Herrschaft im Mittelalter» können Besucher Machtsymbole genau anschauen und diese einzeln von der Decke holen. ZVG

Vier Jahre dauerte die Umgestaltung des Schlossmuseums Lenzburg. Ein Ausstellungsbereich nach dem anderen wurde auf Vordermann gebracht. Nun ist auch der letzte Teil des Schlosses Lenzburg fertig geworden. In der Ausstellung «Rittertum und Adel» lernt der Besucher viel über die Vergangenheit des Schlosses.

Die Familien im Fokus

Im Zentrum der Ritterausstellung stehen drei grosse Herrschaftsgeschlechter; die Lenzburger, die Kyburger und die Habsburger. Sie alle wohnten zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert in der Burg, und gehörten dem Hochadel an.

Zudem spielten sie eine wichtige Rolle in der europäischen Geschichte des Mittelalters, heisst es in der Medienmitteilung des Museums Aargau.

Zum ersten Mal wird nun dieser «lebendige» Teil der Schlossgeschichte in einer Ausstellung präsentiert. Der Besucher wird in vier Ausstellungsräumen mit Schattenfilmen und Geräuschen ins Mittelalter zurück befördert, wo das «höfische» Leben gezeigt wird.

Dazu gibt es rare Objekte aus der Zeit zu bestaunen, wie ein alter Teppich aus dem Kloster Muri.

Knaben lernten jagen, Mädchen haushalten

Themenschwerpunkte der Ausstellung sind die Ritterausbildung, Hoftage, Herrschaft und Konflikte. Erzählt werden konkrete Ereignisse, die mit Personen der drei Adelsgeschlechter in Verbindung stehen. 

Die Ausstellung beleuchtet zudem die Rollen, welche adelige Knaben und Mädchen inne hatten. Besonders erstgeborene Jünglinge wurden in erster Linie auf die Rolle des Herrschers vorbereitet. Gelernt wurden die Kunst des Jagens, des Kampfes sowie Diplomatie und Politik. Mädchen hingegen hatten die Aufgaben als Ehefrauen und Vorsteherinnen eines grossen Haushalts zu erlernen.

Eröffnet wird die neue Ausstellung am 28. März, mit der Vernissage um 18 Uhr.