Schon wieder kein Strom im modernsten Gefängnis der Schweiz

In der neuen Justizvollzugsanstalt (JVA) Solothurn in Deitingen ist in der Nacht auf Sonntag erneut der Strom ausgefallen. Die Sicherheit gegen innen und aussen sei auch dieses Mal jederzeit gewährleistet gewesen, sagte der JVA-Direktor Pablo J. Loosli. Erst am Donnerstag gab es einen Stromausfall.

Die JVA Solothurn vor grauen Wolken.

Bildlegende: Bereits am Donnerstag ist der Strom im Gefängnis ausgefallen. Gefahr bestand auch diesmal nicht sagt der Leiter. Keystone

Der Vorfall in der Justizvollzugsanstalt Solothurn ereignete sich um 2.15 Uhr. Sämtliche 37 Insassen waren zu diesem Zeitpunkt in ihren Zellen eingeschlossen. Die Mitarbeitenden vor Ort konnten die Notstromversorgung nach rund 15 Minuten in Betrieb nehmen.

Sämtliche Schliesssysteme und das Aussentor lassen sich in Notfällen auch mechanisch bedienen. Techniker waren am Sonntagmorgen vor Ort, um den neuerlichen Stromausfall zu untersuchen.

Zweiter Ausfall in drei Tagen

Beim ersten Vorfall vom Donnerstagmorgen war der Strom für vier Stunden lang ausgefallen. Grund waren Bauarbeiten gewesen. Dabei wurden zusätzliche Anlagen ans Netz gehängt, was zu einer Überlastung des Stromnetzes führte.

Die Justizvollzugsanstalt, die direkt an der Autobahn A1 in Flumenthal/Deitingen SO liegt, wurde am 1. Juli in Betrieb genommen. Die Belegung der Zellen erfolgt etappenweise bis im kommenden Jahr.

Die JVA Solothurn bietet 96 Haftplätze für erwachsene Männer. 60 Plätze stehen für den geschlossenen Massnahmenvollzug zur Verfügung und 36 Plätze für den geschlossen Strafvollzug. Die Kosten für die neue JVA beliefen sich auf rund 57 Millionen Franken.