Schule Seengen erhält Preis für ihre integrative Schulung

Die Kreisschule Seengen, im Aargauer Seetal, unterrichtet ihre Schüler besonders erfolgreich. Sie widmet sich Schülern mit Lernschwierigkeiten und Hochbegabten in einem gemeinsamen Unterricht. Ältere Schüler helfen jüngeren, in einem extra Pavillon. Dafür wird die Schule nun ausgezeichnet.

Die Schule Seengen ist seit Mittwoch preisgekrönt. Die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz hat das Projekt «Lernatelier und Lernort Pavillon» am Mittwoch ausgezeichnet. Mit dem Jan Amos Comenius Preis.

Der Ansatz der Schule sei sehr «innovativ, bündle verschiedene Herausforderungen und personalisiere, ohne auszuschliessen», begründet die Jury die Preisverleihung. Der Preis ist 10'000 Franken wert. Er muss für die Weiterentwicklung des Projekts eingesezt werden.

Seit der Umbauphase an der Schule Seengen steht mitten auf dem Schulaeral ein Holzpavillon. Und den nutzt die Schule nun. Der Pavillon ist ein Lernort. Hier helfen ältere Schüler den jüngeren bei den Hausaufgaben oder geben ihnen Lerntipps. Das Miteinander funktioniert gemäss Schule gut.

Eine Auszeit im Pavillon – ein Erfolgsrezept?

Im Pavillon lernen also beispielsweise Schüler, die eine kurzfriste Auszeit nehmen müssen, weil es im Unterricht happerte. Aber auch für Hochbegabte gibt es Angebote. «Mit dem Pavillon ist ein Angebot für die Lehrkräfte und Schüler gefunden», sagt Urs Bögli, Schulleiter in Seengen. Der Lernort sei gut akzeptiert und werde genutzt, so Bögli gegenüber Radio SRF.

«  Mit dem Pavillon ist ein Angebot für Lehrkräfte und Schüler gefunden. »

Urs Bögli
Schulleiter Kreisschule Seengen

Neben dem Pavillon betreibt die Schule auch sogenannte Lernateliers in speziell ausgestatteten Klassenzimmern. Hier können Schüler selbstständig Aufgaben lösen und lernen. Trennwände an den Pulten helfen den Schülern, sich voll und ganz auf den Stoff zu konzentrieren.