Schweizer AKW haben 2015 deutlich weniger Strom ins Netz gegeben

Die fünf Schweizer Atomkraftwerke haben 2015 deutlich weniger Strom produziert als im Vorjahr. Die Produktion sank um rund 20 Prozent. Für den Rückgang sind mehrere Faktoren verantwortlich.

Rauch kommt aus AKW, Häuser und Bäume im Vordergrund.

Bildlegende: Auch Gösgen hat weniger Strom produziert. Keystone

Die AKW Beznau und Leibstadt AG sowie das AKW Gösgen SO und das AKW Mühleberg BE gaben insgesamt netto 22,160 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom ins Netz. Das entspricht rund einem Drittel des Schweizer Strombedarfs, wie die Fachgruppe Swissnuclear am Freitag mitteilte.

Zudem hätten die Anlagen Beznau (17,3 Millionen kWh) und Gösgen (64,1 Millionen kWh) zusammen 81,4 Millionen kWh Energie in Form von Fernwärme an regionale Haushalte und Gewerbebetriebe geliefert.

Ursachen für Produktionsrückgang:

  • verlängerte Revisionen für Nachrüstungen
  • vorläufiger Produktionsunterbruch beim Reaktor 1 des AKW Beznau
  • ungeplante Betriebsunterbrüche
  • hohe Luft- und Wassertemperaturen

Es gab 2015 insgesamt vier ungeplante automatische Reaktorschnellabschaltungen in den Kernkraftwerken Mühleberg, Leibstadt und Gösgen. Die Sicherheitssysteme hätten jedoch einwandfrei funktioniert.