Schweizer Düsenjets erschrecken Bevölkerung im Mittelland

Zwei FA-18 der Schweizer Flugwaffe haben am Donnerstagnachmittag die Bevölkerung in weiten Teilen der Kantone Solothurn und Aargau erschreckt. Die beiden Düsenjets hatten über dem Mittelland die Schallmauer durchbrochen und damit zwei laute Knalle verursacht. Schäden sind bis jetzt nicht bekannt.

FA18

Bildlegende: Eine FA18 fliegt aus der Wolke hinaus, die entsteht, wenn der Düsenjet die Schallmauer durchbricht. Keystone

Nachdem am Donnerstag kurz vor 14 Uhr zwei laute Detonationen zu hören waren, gingen bei der Solothurner Kantonspolizei diverse Anrufe ein. Erste Abklärungen ergaben, dass die Detonationen von zwei Düsenjets der Schweizer Armee verursacht worden waren. Diese hatten über dem Mittelland die Schallmauer durchbrochen.

Die beiden FA-18-Jets waren auf einer Höhe von rund elf Kilometern auf einem Kontrollflug unterwegs, hiess es bei der Schweizer Luftwaffe. Die Detonationen waren in den Kantonen Aargau, Bern, Solothurn und Baselland zu hören.

200 bis 300 solche Flüge pro Jahr

Gemäss Laurent Savary, Sprecher der Schweizer Luftwaffe, würden jährlich rund 200 bis 300 derartige Flüge durchgeführt. Dabei käme es nur selten zu Überschallknallen, wie sie am Donnerstag zu hören gewesen waren, betonte Savary. Dazu brauche es ganz bestimmte Wetterbedingungen.

Schäden waren der Luftwaffe nicht bekannt. Sollte trotzdem irgendwo etwas passiert sein, etwa zerbrochene Fenster, müsste dies dem VBS gemeldet werden, hielt Savary fest.