Schwester Benedikta wird Einsiedlerin in der Verenaschlucht

In die Einsiedelei St. Verena bei Solothurn kommt wieder Leben: Die 51-jährige Bernerin Schwester Benedikta zieht als Eremitin in die Verenaschlucht ein. Der Bürgerrat Solothurn wählte die Schwester am Montagabend hinter verschlossenen Türen

Schwester Benedikta, die soeben zur Einsiedlerin gewählt wurde, lächelt in die Kamera

Bildlegende: Schwester Benedikta möchte ihre Gebete in der Kappelle nicht nur sprechen sondern auch singen. SRF

Für den ungewohnten Job hatten sich 119 Personen aus ganz Europa beworben. Unter anderem waren auch Bewerber aus den USA und Kanada dabei. Schwester Benedikta führe die Tradition der Einsiedelei von allen Bewerbenden am besten weiter. Dies sagte Sergio Wyniger von der Bürgergemeinde Solothurn gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.


Schwester Benedikta ist die neue Einsiedlerin

2:15 min, aus SRF 4 News aktuell vom 24.06.2014

Sie verfüge über die notwendige Spiritualität. Schwester Benedikta – mit zivilem Namen heisst sie Franziska Sigel – wuchs in der Region Bern auf. Sie wohnt derzeit in Tersnaus im Kanton Graubünden. Sie führte in Bern fast 20 Jahre lang ein offenes Haus für Kinder und Schüler in schwierigen Lebenssituationen.

Seit 2011 führt die ausgebildete Kleinkindererzieherin ein eremitisches Leben. Die Tatsache, dass in der Verenaschlucht viele Leute verkehren, stört sie nicht: «Ich freue mich auf viele Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen», sagte sie.