Zum Inhalt springen

Dreister Diebstahl Sieben seltene Schafe von Solothurner Weide gestohlen

Schaf mit langen Ohren
Legende: Sieben solcher Schafe einer seltenen Art wurden in Mümliswil-Ramiswil gestohlen. Sechs Tiere sind dazu noch trächtig. Roman Portmann/SRF

Es ist kaum zu glauben. Auch nach zweiter Lektüre der Mitteilung der Solothurner Kantonspolizei reibt man sich etwas verwundert die Augen. In der ländlichen Solothurner Gemeinde Mümliswil-Ramiswil wurden von einem Bauernhof sieben seltene Schafe gestohlen, direkt von der Weide weg.

Passiert ist es im Guldenthal zwischen Ramiswil und Schelten am Passwang. Vermutlich am vergangenen Samstag transportierten Unbekannte die Schafe unbemerkt ab. Es sind nicht irgendwelche Schafe: Die seltene Rasse «Saaser Mutte» ist vom Aussterben bedroht. Die Tiere mit den charakteristisch langen Ohren sind mehrere Tausend Franken wert.

Als wäre das noch nicht genug: Sechs der sieben gestohlenen Schafe sind trächtig, wie es in der Mitteilung der Kantonspolizei heisst.

Seltene Schafe auf Weide
Legende: Vom Aussterben bedrohte Schafrasse: Die gestohlenen «Saaser Mutten» sind ein Schlag des Bergamaskerschafes. zvg: Kapo SO (Symbolbild)

Bergbäuerin ist erschüttert

Noch unverständlicher als für den Unbeteiligten, der die Polizeimeldung der gestohlenen Schafe liest, ist der Diebstahl für deren Besitzerin. Bergbäuerin Esther Müller kann nicht glauben, was passiert ist: «Es ist ganz ganz grässlich.» Vor allem ein Gedanke jagt der Biobäuerin ein Schaudern über den Rücken.

Es ist ganz ganz grässlich.
Autor: Esther MüllerBergbäuerin

Dass offensichtlich Banden ihr Unwesen treiben, welche Tiere einfach schnell einpacken, dann in irgendeiner Garage schlachten und das Fleisch verkaufen, das sei grässlich: «Ich bekomme das heulende Elend, wenn ich nur daran denke», sagt die Schafbesitzerin hörbar mitgenommen.

Ich bekomme das heulende Elend.
Autor: Esther Müller

Alles Suchen half nichts

Dass die seltenen Schafe gestohlen wurden, daran besteht für Esther Müller kein Zweifel. Die Tiere hätten keinen Grund wegzulaufen, zudem sei die Weide eingezäunt mit Elektrodraht, Gatter und Zaun seien unbeschädigt und verschlossen gewesen, als sie den Diebstahl bemerkt habe.

Nachdem sie den Diebstahl bemerkt habe, habe sie sich sofort selber auf die Suche nach ihren Pro-Specie-Rara-Schafen gemacht. «Ich bin bei uns auf einen nahen Berg und habe mit dem Fernglas alles abgesucht», schildert Esther Müller ihre Reaktion. Ausserdem habe sie Nachbarn und andere Leute über die vermissten Schafe informiert und sei in der ganzen Gegend herumgefahren. Ohne Erfolg.

Bisher noch keine Hinweise

Die Polizei bittet nun auch die Bevölkerung um Mithilfe. Wer am Wochenende vom 9./10. September im Gebiet Mümliswil-Ramiswil auffällige Beobachtungen gemacht hat, oder wer sonst Angaben zum Verbleib der Tiere machen kann, der solle sich bitte bei der Kantonspolizei Solothurn (Tel: 062 311 94 00) melden.

Die Polizei habe aktuell noch keine Hinweise, sagt Andreas Mock, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn. Er könne nur spekulieren, was mit den Tieren geschehen ist, doch aufgrund ihrere Seltenheit und ihrem hohen Wert gehe er nicht davon aus, «dass die Tiere zum Schlachten entwendet wurden», so Mock.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    ... Schafe mit 6 Beinen.. die Eigenen 4 und die 2 von Denen, die sie klauen.. Frage.. hat man unten am Bach nachgeschaut.. Schafe und Ziegen haben naehmlich keinen Respekt vor normalen Elektrozaeunen.. Andernseits, bei uns ist "life-stock" Diebstahl gang und gaebe..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen