Siegfried kann Teile der BASF übernehmen

Der Zofinger Pharmazulieferer Siegfried hat bei der Übernahme von drei Standorten des deutschen Chemiekonzerns BASF eine wichtige Hürde genommen. Das deutsche Bundeskartellamt habe keinerlei Vorbehalte gegen das Geschäft, teilte Siegfried am Montag mit.

Siegfried Logos

Bildlegende: Siegfried will wachsen. Die Übernahme von Teilen der deutschen BASF ist ein wichtiger Teil dieser Strategie. Keystone

Damit sei eine wichtige Voraussetzung für den Vollzug der Verträge gegeben. Das Unternehmen gehe weiterhin davon aus, dass die Übernahme zu Beginn des vierten Quartals stattfinden wird, heisst es weiter.

Die Siegfried-Gruppe hatte im Mai eine entsprechende Vereinbarung mit BASF unterzeichnet. Diese sieht die Übernahme der BASF-Produktionsstätten im Walliser Evionnaz, im deutschen Minden und im französischen Saint-Vulbas vor.

Umsatzziel 600 Millionen Franken

Die Fabriken erzielten 2014 mit über 800 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 280 Millionen Franken. Auf Basis der Zahlen von 2014 beläuft sich der kombinierte Umsatz der neuen und bisherigen Geschäftsteile von Siegfried auf mehr als 600 Mio. Franken und der operative Gewinn auf Stufe EBITDA auf über 100 Mio. Franken.

Für 2014 hatte Siegfried einen Umsatz von 315 Mio. Franken und ein EBITDA-Gewinn von 58,8 Mio. Fr. ausgewiesen. Die Gruppe beschäftigt an den Standorten in der Schweiz, Deutschland, China, Malta und in den USA rund 1400 Mitarbeitende.