Siegfried macht mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Der Zukauf des Wirkstoff-Geschäfts von BASF hat beim Pharmazulieferer Siegfried das erste Halbjahr 2016 geprägt. Der Umsatz wuchs deshalb um drei Viertel auf 353,6 Millionen Franken, während die Kosten der Übernahme den Gewinn um fast einen Drittel drückten.

Unter dem Strich verdiente Siegfried mit 14,0 Millionen Franken 30,5 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode, wie aus dem Halbjahresbericht hervorgeht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Ohne die Integrationskosten wäre der Reingewinn um 4,6 Prozent gestiegen.

Der Betriebsgewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sank um 3,1 Prozent auf 19,9 Millionen Franken. Die Integrationskosten ausgeklammert hätte er um 16,9 Prozent zugelegt.

Optimismus für das laufende Jahr

Die Integrationsarbeiten der übernommenen Standorte seien weit fortgeschritten, schreibt Siegfried. Bis im Geschäftsjahr 2018 soll das Unternehmen mit Sitz in Zofingen gemäss Mitteilung wieder die angestrebte Profitabilität mit Betriebsmargen von 15 bis 20 Prozent erreichen.

Im Halbjahr blieb vom Umsatz 13,5 Prozent als Betriebsgewinn vor Abschreibungen, Amortisationen und Integrationskosten.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Siegfried mit einem Umsatz von über 700 Millionen Franken und «einer stetigen Verbesserung der Ertragslage».

(Bildquelle Teaserbild: Keystone)

Übernahme von BASF

Firmenschild BASF.

Die Übernahme von BASF prägte für Siegfried das erste Halbjahr 2016. Keystone

Siegfried hatte das Wirkstoff-Geschäft vom deutschen Chemiekonzern BASF vergangenes Jahr übernommen. Die Standorte befinden sich in Evionnaz im Unterwallis, im deutschen Minden und im französischen Saint-Vulbas. Mit der Übernahme erhöhte sich die Zahl der Mitarbeitenden von Siegfried in Vollzeitstellen umgerechnet um 850 auf 2300.