SNB-Entscheid: Energieunternehmen trifft es besonders hart

Die Schweizer Energieunternehmen geraten weiter in die Bedrouille. Grund dafür ist das Ende des Euro-Mindestkurses. Axpo und Alpiq gehen von negativen Folgen aus.

Strommasten vor blauem Himmel.

Bildlegende: Der starke Schweizer Franken macht den Energiekonzernen zu schaffen. Keystone (Symbolbild)

Die Schweizer Energieunternehmen sind besorgt. Grund dafür ist der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank SNB, den Franken vom Euro abzukopplen. Der Badener Stromkonzern Axpo rechnet mit Ausfällen. Bei anhaltender Euro-Franken-Parität geht das Unternehmen von einem Effekt in dreistelliger Millionenhöhe aus, wie ein Sprecher gegenüber SRF bestätigt.

Auch der Oltner Stromkonzern Alpiq sieht sich vom SNB-Entscheid betroffen. Alpiq ist stark in den europäischen Handel eingebunden. Ein Sprecher sagt gegenüber der Agentur AWP, dass die Folgen kurzfristig verkraftbar seien. Alpiq habe die Geschäftsrisiken konsequent abgesichert. Die längerfristigen Auswirkungen würden überprüft.

Die Schweiz insgesamt sei eng in die europäischen Strommärkte einbezogen, hielt die ZKB in einem Kommentar fest zu den Auswirkungen der Franken-Aufwertung auf die Schweizer Unternehmen.

Auch Waldwirtschaft besorgt

Der Aargauische Waldwirtschaftsverband hat am Freitag eine Mitteilung verschickt zum Thema Euro-Wechselkurs. Die Waldbesitzer haben Angst, dass nun der Markt mit billigem Importholz überschwemmt wird. Man müsse einen kühlen Kopf bewahren, und solle nicht zu viel Holz auf den Markt bringen.