Solothurn: Letzter «Eidgenössischer» Hosenlupf für Bruno Gisler

Bruno Gisler vom Schwingklub Solothurn und Umgebung wird am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest eine Spitzenklassierung zugetraut. Für den 33-jährigen Landwirt aus Rumsiberg wird es die letzte Teilnahme auf höchster eidgenössischer Ebene sein.

Bruno Gisler am 63. Weissenstein-Schwinget auf dem Weissenstein am Samstag, 19. Juli 2014.

Bildlegende: Er will sein letztes «Eidgenössisches» noch geniessen: Bruno Gisler vom Schwingklub Solothurn und Umgebung. Keystone

2001 hat Bruno Gisler am «Eidgenössischen» in Nyon debütiert – vier weitere Teilnahmen sind dazukommen, zwei Kränze hat er dabei geholt. Jetzt in Estavayer-le-Lac soll ein drittes Eichenlaub dazu kommen. Die Chancen stehen gut: Dass die Form stimmt, hat Gisler diese Saison bereits unter Beweis gestellt, zuletzt mit dem Sieg beim Nordwestschweizerischen in Fulenbach oder am Sonntag mit dem Kranzgewinn am Schwägalp-Schwinget.

Auf die Frage nach der persönlichen Zielsetzung beim Saisonhöhepunkt vom letzten August-Wochenende bleibt der dreifache Familienvater im Unverbindlichen: «Ich will das Fest in erster Linie geniessen und schauen, was dabei herauskommt», sagt er im Interview mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn.

Ist bald Schluss?

Immerhin: Eine Schlussgangteilnahme traut er sich dann zu, wenn alles optimal läuft. Der gebürtige Luzerner hat für den Schwingklub Solothurn und Umgebung am Sonnag am Schwägalpschwinget seinen 101. Kranz gewonnen. Wie viele in seinem Palmares noch dazukommen werden, ist ungewiss.

Bruno Gisler lässt im Interview durchblicken, dass seine Aktivkarriere im Herbst angekommen sei. Hängt seine Zwilchhose einmal definitiv am berühmten Nagel, werde er seine neu gewonnene Zeit zuerst seiner Familie widmen. Dem Schwingsport will er aber auf jeden Fall treu bleiben.