Solothurn will die Dünnern befreien – aber wie?

Das Flüsschen soll zwischen Oensingen und Oberbuchsiten natürlicher werden und sicher vor Hochwasser. Das ist aber nicht ganz einfach. In diesem Abschnitt liegt die Dünnern direkt neben der Autobahn A1.

Ein Flüsschen, stark kanalisiert, daneben eine Autobahn mit einem Lastwagen.

Bildlegende: Die Dünnern verläuft zum Teil neben der Autobahn, in ein enges Korsett gezwängt. Der 6-Spurausbau könnte dies ändern. zvg / Kanton Solothurn

Neben Aare und Emme ist die Dünnern der drittgrösste Fluss im Kanton Solothurn. Er entspringt in Gänsbrunnen und mündet in Olten in die Aare.

Schön ist das Flüsschen nicht an vielen Stellen. Mehrheitlich ist der Lauf der Dünnern kanalisiert. Das Gewässer sei dadurch «in seinen ökologischen Funktionen stark beeinträchtigt», heisst es beim Kanton Solothurn.

Desolate Uferverbauungen

Zudem steht es schlecht um den Hochwasserschutz. Die Schutzbauten sind rund 80-jährig und teilweise in einem desolaten Zustand. Für den Kanton ist deshalb klar: Der Hochwasserschutz soll verbessert und das Flüsschen aus seinem engen Korsett befreit werden. Seit 2012 liegt dazu ein generelles Konzept für den ganzen Dünnernlauf vor.

Auf dem Abschnitt Oensingen-Oberbuchsiten wird es nun konkreter. Das Amt für Umwelt hat eine Vorstudie in Auftrag gegeben, teilt es am Freitag mit. Bis Ende 2016 soll die Studie vorliegen und zeigen, was mit der Dünnern genau passieren soll.

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Das Wiedererwachen der Flüsse: Wasser versetzt Berge (1/3)

15 min, aus SRF mySchool vom 20.5.2015

Problem A1

Die Planung wird vor allem deshalb vorangetrieben, weil die Autobahn A1 zwischen Luterbach und Härkingen auf sechs Spuren ausgebaut werden soll und die Dünnern zwischen Oensingen und Oberbuchsiten entlang der Autobahn geführt wird.

Die Vorstudie soll mögliche Abhängigkeiten zwischen Hochwasserschutz und Autobahn klären. Im Vordergrund steht eine Kombination aus einer Verbreiterung der Dünnern, einer Erhöhung der Dämme und Rückhalteräumen.