Zu viele Zweitwohnungen Solothurner Dörfer können es kaum glauben

Vier kleine Solothurner Gemeinden sollen zu viele Zweitwohnungen haben. Bei über 20 Prozent liege der Anteil in Beinwil, Holderbank, Rodersdorf und Rohr, so eine Statistik des Bundes. Das können die betroffenen Gemeinden kaum glauben. Die Suche nach Ursachen führt zu fehlerhaften Formularen.

Einige Ferienwohnung und eine scheebedeckte Berglandschaft im Hintergrund

Bildlegende: Zu viele Zweitwohnungen in vier Solothurner Dörfern. Dennoch sieht es wohl kaum bald so aus wie im bündnerischen Cumbel. Keystone

Beinwil, Holderbank, Rodersdorf und Rohr: Die vier Gemeinden sind bestimmt landschaftlich schön, können wohl dennoch kaum als grosse Tourismusdestinationen bezeichnet werden. Die vier kleinen, ländlichen Gemeinden weisen aber trotzdem einen zu hohen Anteil an Zweitwohnungen auf, so wie man es aus touristisch intensiv genutzten Berggemeinden kennt.

Der Bund führt die vier Solothurner Gemeinden auf einer Liste, wo allfällige Zweitwohnungssünder verzeichnet sind. Erwartet hat dies keine der vier Gemeinden. Auf Nachfrage von Radio SRF begeben sich Gemeinden und Kanton auf die Suche nach der Ursache.

Beim Kanton geht man davon aus, dass die Gemeinden beim Erfassen der Daten für den Bund Fehler gemacht haben. Eventuell hätten sie zu viele Wohnungen nicht deklariert. Diese gelten dann automatisch als Zweitwohnungen. Der Kanton will die Gemeinden nun dabei unterstützen, die noch fehlenden Angaben zu vervollständigen, heisst es auf Anfrage.

Ansonsten würden die Gemeinden unter die Beobachtung des Bundes fallen. In den betreffenden Solothurner Dörfern könnte dann nicht mehr so einfach ein Ferienhaus bzw. eine Zweitwohnung gebaut werden. Das grössere Problem dürfte jedoch der erhöhte bürokratische Aufwand sein, den eine Beobachtung durch den Bund nach sich ziehen würde.