Solothurner Häuser gewinnen Architektur-Preis

Der Architektenwettbewerb «Häuser des Jahres» prämiert die besten Einfamilienhäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gewonnen hat den diesjährigen Wettbewerb ein Haus, das in Nuglar im Kanton Solothurn steht. Ein zweites Haus in Balsthal erhält ebenfalls eine Auszeichnung.

Ausgezeichnete Architektur am «Haus über der Landschaft» in Nuglar.

Bildlegende: Das «Haus über der Landschaft» in Nuglar gewinnt den ersten Preis. Entworfen wurde es von HHF Architekten aus Basel. zvg

«Das ist für mich weder überraschend noch zufällig», kommentiert der Architekturvermittler Boris Szélpal gegenüber dem «Regionaljournal Aargau Solothurn» von Radio SRF die beiden Solothurner Preisträger.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde das «Haus auf einer Jura-Wiese» in Balsthal vom Zürcher Architekten Pascal Flammer.

Bildlegende: Ebenfalls ausgezeichnet wurde das «Haus auf einer Jura-Wiese» in Balsthal vom Zürcher Architekten Pascal Flammer. zvg

Die Architekten der preisgekrönten Häuser gehörten zum gut ausgebildeten Nachwuchs unter den Architekten und hätten gute und zum Teil berühmte Lehrer gehabt. Deshalb sei es nur logisch, dass sie nun auch vermehrt Aufträge erhalten und diese auch sehr gut umsetzten, so Szélpal weiter.

Das Gewinnerhaus wurde von HHF Architekten aus Basel erstellt. Diese Architekten sind unter anderem von den weltberühmten Architekten Herzog und De Meuron ausgebildet worden. Und der Zürcher Architekt Pascal Flammer, welcher für sein Projekt in Balsthal eine Auszeichnung erhält, war ein Schüler des ETH-Professor und bekannten Architekten Valerio Olgiati.

Kanton Solothurn fördert gute Architektur

Bereits zum dritten Mal in Folge gewinnt ein Schweizer Haus den internationalen Wettbewerb. Dass nun gleich zwei Häuser im Kanton Solothurn ausgezeichnet werden, das sei sicher auch eine Folge der kantonalen Fördermassnahmen, erklärt Boris Szélpal: «Seit 1996 bietet der Kanton Solothurn eine Plattform für die Vermittlung guter Architektur».

Und genau diese Vermittlung sei zentral findet Szélpal. Er ist selber ausgebildeter Architekturvermittler und arbeitet im Kantonalen Kuratorium für Kulturförderung des Kantons Solothurn. «Man muss der breiten Öffentlichkeit auch in verständlichen Worten erklären können, warum etwas gute Architektur ist, so schafft man Bewusstsein dafür».

Dieses Bewusstsein führe dann auch dazu, dass Bauherren gewillt seien in gute Architektur zu investieren, so wie sie beispielsweise auch in Energiemassnahmen investieren.

Zum dritten Mal vergibt der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architektur Museum im Ramen des Wettbewerbs «Häuser des Jahres - die besten Einfamilienhäuser» Preise für gute Architektur. Die Jury verteilt fünf Auszeichnungen und drei Anerkennungen. Das Buch zum Wettbewerb präsentiert die 50 besten Häuser.