Solothurner Kantonsrat sagt Ja zum Umbau im Museum Altes Zeughaus

An seinem ersten Tag in neuer Besetzung hat der Solothurner Kantonsrat bereits einen lang erwarteten Entscheid gefällt: Das Museum Altes Zeughaus in der Stadt Solothurn wird saniert und umgebaut. Der Rat sagte mit grosser Mehrheit Ja. Gegen den Umbau gab es Kritik.

Museum von aussen

Bildlegende: Das Museum altes Zeughaus Solothurn soll für total 13 Millionen Franken modernisiert werden. Keystone

Vier Jahre lang haben die Museumsleitung und der Kanton am Umbau- und Sanierungsprojekt des Museums Altes Zeughaus gearbeitet. Am Dienstagvormittag nun hat der Kantonsrat sein Einverständnis zum Projekt gegeben, und zwar eindeutig. 86 Kantonsräte sagten Ja, 2 sagten Nein und 11 enthielten sich der Stimme. Der Kantonsrat Solothurn beachtete dabei die Kritik des Vereins «Freunde des Museums Altes Zeughaus» nicht.

13-Millionen-Franken-Projekt

Haus und Schriftzug von aussen

Bildlegende: Das Museum Altes Zeughaus soll saniert werden. Schon länger wehrt sich eine Gruppe gegen die Modernisierung des Hauses. SRF

Fast 13 Millionen Franken kosten der Umbau und die Sanierung. Dabei geht es zum einen um längst nötige Bauarbeiten. Dem 400-jährigen Gebäude fehlt zum Beispiel ein Notausgang. Auch die Statik des Alten Zeughauses muss dringend verbessert werden. Zudem soll ein Lift eingebaut werden.

Verein findet «Lift zerstört das Gebäude»

Genau dieser Lift löste jedoch in der Vergangenheit Kritik aus. Der Verein «Freunde des Museums Altes Zeughaus» wehrte sich dagegen: Dieser Lift zerstöre die Gebäudestruktur des Alten Zeughauses. Der Vorschlag, den Lift am Äussern des Gebäudes anzubringen, würde jedoch deutlich teurer zu stehen kommen, argumentierte die Museumsleitung unter Carol Nater Cartier.

Alle Kantonsratsparteien für Sanierung

Ausnahmslos alle Parteien sprachen sich in der Debatte für die geplante Sanierung nach dem Konzept der Museumsleitung aus. Auch die Grünen, welche «die Armee häufig ebenfalls lieber im Museum sehen würden» wie Sprecher Daniel Urech erklärte, sprachen sich für den Umbau aus.

Und auch die SVP sprach sich für den Umbau aus. «Dass neuerdings Waffen und Harnische auch in die Hand genommen und angezogen werden dürfen, ist zeitgemäss und entspricht dem Bild einer heutigen Ausstellung», erklärte auch SVP-Sprecher Christian Imark, und stellte sich ebenfalls auf die Seite der Museumsleiterin Carol Nater Cartier. 

Sie war am Dienstagmorgen bei der Debatte anwesend, obwohl sie seit dem 1. Mai nicht mehr Museumsleiterin ist und nach Baden gewechselt hat. «Ich bin sehr glücklich, dass das Parlament so deutlich Ja gesagt hat», erklärte sie im Anschluss an die Session. Und auch wenn sie jetzt nicht mehr Leiterin sei, liege ihr dieses Projekt doch am Herzen. Sie ist zuversichtlich, dass das Gebäude nun endlich saniert werden kann.