Solothurner Pater geht wegen «zwischenmenschlichen Beziehungen»

Pater Niklas Raggenbass verlässt die römisch-katholische Kirchgemeinde Solothurn per sofort. Offenbar gab es Übertretungen im Bereich der Seelsorge.

Zwei Hände, gefaltet zum Gebet.

Bildlegende: Niklas Raggenbass: «Ich bin mir bewusst, dass ich einige Personen durch mein Verhalten verletzte». Keystone

Was genau vorgefallen ist bleibt unklar. In einem Brief an die Pfarreiangehörigen schreibt Niklas Raggenbass: «In den vergangenen Monaten habe ich im Umgang mit Erwachsenen die von Seelsorgern geforderte Einhaltung von Nähe und Distanz leider nicht immer wahren können.»

Auch bei der römisch-katholischen Kirchgemeinde Solothurn schweigt man über die Details. Kirchgemeindepräsident Karl Heeb hält aber fest: «Bei uns sind keine Anzeigen eingegangen. Gemäss den Schilderungen von Herrn Raggenbass handelt es sich nicht um strafrechtlich relevante Tatbestände.»

Sofortiger Wegzug aus Solothurn

Raggenbass hat die Probleme von sich aus mit der Kirchgemeinde und mit dem Bischof besprochen.

Der Pater sei auch von sich aus zurückgetreten, betont Heeb: «Wir haben ihn aber nicht davon abgehalten.» Raggenbass wohnt derzeit bereits nicht mehr in Solothurn. Er habe sich «an einen geeigneten Ort zurückgezogen, damit ich meine priesterliche Berufung grundsätzlich überdenken [...] kann», schreibt er in seinem Brief.