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Aargau Solothurn Solothurner Regierung will das Schwarzbubenland behalten

Die Solothurner Regierung will die Randregion Schwarzbubenland auf jeden Fall im Kanton Solothurn behalten. Die beiden Bezirke Dorneck und Thierstein gehörten unverzichtbar zu Solothurn, schreibt die Regierung. Ein Kantonsrat hatte die Idee einer Fusion mit Basel aufs Tapet gebracht.

Der Passwang
Legende: Der Passwang trennt das Schwarzbubenland vom übrigen Kanton Solothurn. Yesuitus2001/Wikimedia

Der Kantonsrat Daniel Urech aus Dornach im Schwarzbubenland wollte von der Solothurner Regierung wissen, ob man sich eine allfällige Fusion der beiden Bezirke Dorneck und Thierstein, kurz das Schwarzbubenland, mit einem Kanton Basel vorstellen könnte. Die Idee kam auf, weil die beiden Basel derzeit selber über eine Fusion miteinander nachdenken, zwei Initiativen dazu laufen momentan in Basel.

Ein klares Nein der Regierung

In seiner Antwort wird der Solothurner Regierungsrat deutlich. Wörtlich heisst es:

Das Schwarzbubenland bildet einen festen und unverzichtbaren Bestandteil des Kantons Solothurn. Seine Zugehörigkeit zum Kanton Solothurn steht für uns ausser Frage.

So denke auch die Mehrheit der Bevölkerung im Schwarzbubenland, sagen verschiedene Parteivertreter aus der Region. Eine Abspaltung von Solothurn sei keine gute Lösung.

Daniel Urech auf der anderen Seite denkt, dass die Bevölkerung eher zu einer Fusion bereit wäre als die Politiker, die in den politischen Strukturen des Kantons wirken.

Verhandlungen momentan unmöglich

Es gebe auch einen formalen Grund, weshalb man im Moment gar nicht weiter über eine Fusion des Schwarzbubenlandes mit einem neuen Kanton Basel nachdenken muss.

Die Verhandlungen über einen Kantonswechsel von Gemeinden müssen nämlich in den beiden betroffenen Kantonen gleichzeitig geführt werden. Da es aber den neuen Kanton Basel aus Baselland und Basel-Stadt noch gar nicht gibt, könne man rein technisch mit niemandem darüber verhandeln.

Und ob das überhaupt jemals möglich sein wird, das sei sehr unsicher. Die Fusion der beiden Basel stehe nämlich auf wackligen Füssen, heisst es bei der Regierung.