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Aargau Solothurn SP Aargau will mehr Freiräume für Jugendliche

Am Parteitag der SP Aargau vom Samstag kam eine Resolution der Jungsozialisten durch, die mehr Freiräume für Jugendliche fordert. Das bedeutet zum Beispiel Freigabe des Haschisch-Konsums und mehr Toleranz gegenüber Lärm von Jugendlichen in Innenstädten.

Ein Jugendlicher dreht sich einen Joint.
Legende: Ein Jugendlicher dreht sich einen Joint. Das will die SP Aargau tolerieren. Keystone

Auf dem Forderungskatalog steht auch die Abschaffung des Tanz-, Kultur- und Sportverbots an hohen Feiertagen. Und die SP ist auch gegen ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Sie hält nichts von einem Verkaufsstopp am Abend.

Diese Forderungen brachten die Jungsozialisten des Aargaus mit einer Resolution ein. Der Parteitag in Ennetbaden nahm sie am Samstag deutlich an.

Die Aargauer SP-Ständeratin Pascale Bruderer nahm am Parteitag teil. Die Annahme der Resolution war für sie eine kalte Dusche. Im Ständerat hatte sie nämlich kürzlich Ja gesagt zu einem Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr am Abend.

Florian Vock, Präsident der Jungsozialisten Aargau, ist erfreut bis überrascht, dass seine Resolution durchgekommen ist. Immerhin sagt die SP Aargau ja zur Legalisierung des Kiffens, denn die Resolution will, dass Cannabiskonsum toleriert wird.

Keine Jagd auf Kiffer und Lärmer

Die Mutterpartei verhalte sich in dieser Frage konsequent, sagt Florian Vock: «Die SP gab schon die Ja-Parole heraus bei der Volksinitiative zur Legalisierung von Cannabis. Es ist nur logisch, dass man jetzt noch mal betont, dass Cannabis nicht das grösste Problem ist. Die Polizei hat anderes zu tun, als jugendliche Kiffer in Handschellen zu legen.»

Aus Sicht der SP hat die Polizei auch anderes zu tun, als Beschwerden wegen Lärms nachzugehen. Die Resolution verlangt nämlich weiter, dass der «Lärmschutz flexibler gestaltet» werden soll. Die SP will die Lärmschutzgrenze in städtischen Gebieten anheben. Florian Vock: «Wer die absolute Stille will, sollte vielleicht nicht ins Zentrum einer Stadt ziehen.»

1 Kommentar

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    ich persönlich bin auch gegen Verbote, welche uns einschränken. Ich finde wir werden mit Verboten und Gesetzen geknebelt. Da es doch mehr vernünftige Jugendliche gibt als solche, welche ihre Hirnzellen noch mehr reduzieren wollen, mache ich mir keine Sorge über die Freigabe von Kiffen.
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