Spielabbruch FC Baden: «Das ist ein herber Rückschlag»

Am Sonntag wurde das Erstliga-Spiel Baden gegen Mendrisio abgebrochen. Nach einer knappen Stunde pfiff der Schiedsrichter die Partie ab beim Spielstand 1:0 für die Tessiner. Es ist nicht das erste Mal, dass es negative Schlagzeilen rund um den FC Baden gibt. Der Präsident sieht ein Image-Problem.

«  Wir bedauern das Ganze. Der Image-Schaden ist vorhanden.  »

Thomi Bräm
Präsident FC Baden

Der FC Baden spielte am Sonntag auswärts gegen Mendrisio. Fertig gespielt wurde die 1. Liga-Partie allerdings nicht. In der 55. Minute war fertig, der Schiedsrichter hatte genug. «Aus Sicherheitsgründen war ein Fortlauf des Spiels nicht gewährleistet», schreibt der FC Baden in einer Mitteilung.

Die Fans aus beiden Lagern hatten sich zunächst provoziert und dann auch eine Auseinandersetzung im Stadion gesucht. Dies wurde allerdings von den anwesenden Sicherheitskräften verhindert.

Negative Schlagzeilen schaden FC Baden

«Fans provozieren Spielabbruch», berichten diverse Medien. Und dies sind nicht die ersten negativen Schlagzeilen rund um den FC Baden. Was ist los beim Verein? Präsident Thomi Bräm war zwar selbst nicht am Spiel dabei. Die Enttäuschung über den Vorfall ist gross: «Wir bedauern das Ganze. Der Image-Schaden ist vorhanden.»

Man sei seit Jahren mit grossem Aufwand daran die Fanarbeit zu verbessern. Hier sehe man Erfolge, aber der Vorfall vom Sonntag sei ein «herber Rückschlag», sagt Bräm im Interview mit Radio SRF.

Der Fussballverband prüft den Vorfall und klärt, wie die Schuldfrage zu entscheiden ist und welche Mannschaft als Sieger gewertet werden soll. Ebenfalls geprüft werden Massnahmen gegen die Clubs. Allenfalls muss der FC Baden mit einer Strafe rechnen.

(Bildnachweis: Colourbox/zvg (Montage SRF))

FC Baden und die Sicherheit

  • 2014 uriniert ein Zuschauer aus dem Baden-Sektor im Spiel Baden gegen Muri dem Gegner-Goalie in die Trinkflasche.
  • 2014 wird das Cup-Spiel gegen St.Gallen im Stadion Esp zu einem der teuersten Polizeieinsätze für ein Fussballspiel im Aargau (120'000 Franken). Ein Jahr zuvor verursacht auch die Cup-Partie gegen den FC Zürich hohe Sicherheitskosten.