Spitäler der Region melden erneut Babyboom

In der Schweiz nimmt die Zahl der Neugeborenen seit 2004 stetig zu. Auch die Kantone Aargau und Solothurn spüren den Babyboom. Verschiedene Spitäler melden erneut höhere Geburtenzahlen im ersten Halbjahr 2015.

Im Gesundheitszentrum Fricktal kamen in der ersten Jahreshälfte 2015 fünf Prozent mehr Babys auf die Welt im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014. Drei Prozent beträgt der Anstieg der Geburtenzahlen im Kantonsspital Aarau, und gar acht Prozent bei der Solothurner Spitäler AG mit dem Kantonsspital Olten und dem Bürgerspital Solothurn.

«  Wir verzeichnen einen überdurchschnittlichen Anstieg der Geburtenzahlen. »

Eric Send
Sprecher Solothurner Spitäler AG

Besonders auffällig ist der Juni bei der Solothurner Spitäler AG. «Im Juni haben wir einen absoluten Rekord bei den Geburtenzahlen», sagt Eric Send, Mediensprecher der Solothurner Spitäler AG. Noch nie seien in den Spitälern Olten und Solothurn so viele Kinder auf die Welt gekommen wie im Juni.

Absoluter Rekordmonat

Erklären könne man dies nicht, so Send weiter. Er hat bei den Hebammen nachgefragt, diese stünden vor einem Rätsel. «Normalerweise steigen bei uns die Geburtenzahlen in den Monaten April und September jeweils an, und nicht im Juni.»

Der Babyboom generell sei wohl ein soziologisches Phänomen. Grundsätzlich würden die Frauen mehr Kinder gebären, nicht nur eines oder zwei, sondern vermehrt drei oder vier. Weiter hätten Zwillingsgeburten zugenommen.

Den Babyboom spüren allerdings nicht alle Spitäler in den Kantonen Aargau und Solothurn. So verzeichnet beispielsweise das Kantonsspital Baden einen Rückgang bei den Geburten von drei Prozent im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich mit der Vorjahresperiode. Im Spital Leuggern kamen gar elf Prozent weniger Kinder zur Welt.

(Bildnachweis: zvg)